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Kreis Soest (kso.2016.05.11.197.fmb/-rn). Für ihr großes soziales und emotionales Engagement sind am 11. Mai 2016 sechs Frauen, drei Männer sowie ein Ehepaar aus Anröchte, Lippetal, Lippstadt, Möhnesee, Warstein, Welver und Werl von der Konferenz Alter und Pflege mit dem „Pflegestern“ geehrt worden. Vizelandrätin Irmgard Soldat sprach die öffentliche Anerkennung während einer Feierstunde im Kreishaus zusammen mit Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus in Gegenwart von Bürgermeistern oder Vertretern der jeweiligen Heimatorte aus.

Mit dem zum elften Mal vergebenen „Pflegestern“ ausgezeichnet wurden Angelika Simmank (Anröchte), Maria Stemmer (Lippetal), Elisabeth Schreiner, Marica Rössel (beide aus Lippstadt), Eheleute Beate und Reiner Thannheiser (Warstein), Hans-Dietmar Sperling (Möhnesee), Ilse Rosenwald (Welver), Rudolf Bettermann, Giesela Jauernick und Franz Heinrich Klopries (alle aus Werl).

Vizelandrätin Irmgard Soldat würdigte die Verdienste der Geehrten. Angelika Simmank (64), selbst körperlich angeschlagen, betreut seit 40 Jahren teilweise behinderte Pflegekinder. Maria Stemmer (75) versorgt trotz eigener Erkrankungen ihre mehrfach behinderte Tochter Birgit, die seit ihrer Geburt an mehrfachen Behinderungen leidet und mittlerweile 56 Jahre alt ist. Marica Rössel (50) kümmert sich seit Mitte 2011 um ihre 74-jährige Mutter, die einen Schlaganfall erlitten hat. Elisabeth Schreiner (77) pflegt seit sieben Jahren ihren bettlägerigen Bruder (80), der mit ihr im Haushalt lebt. Hans-Dietmar Sperling (79) stellt jeden Tag sicher, dass es seiner 88-jährigen pflegebedürftigen Ehefrau gut geht und sie versorgt ist.

Dezernentin Maria Schulte Kellinghaus und Vizelandrätin Irmgard Soldat zeichneten am Mittwoch, 11. Mai 2016, gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern pflegende Angehörige aus dem Kreis Soest aus. Das Bild zeigt (v. l.) Vizelandrätin Irmgard Soldat, Rudolf Bettermann (Werl), Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus, Giesela Jauernick (Werl), Hans-Dietmar Sperling (Möhnesee), Ilse Rosenwald (Welver), Franz Heinrich Klopries (Werl), Elisabeth Schreiner (vorne/Lippstadt), Angelika Simmank (hinten/Anröchte), Beate Thannheiser (Warstein), Marica Rössel (Lippstadt), Maria Stemmer (Lippetal), Reiner Thannheiser (Warstein). Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest

Dezernentin Maria Schulte Kellinghaus und Vizelandrätin Irmgard Soldat zeichneten am Mittwoch, 11. Mai 2016, gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern pflegende Angehörige aus dem Kreis Soest aus. Das Bild zeigt (v. l.) Vizelandrätin Irmgard Soldat, Rudolf Bettermann (Werl), Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus, Giesela Jauernick (Werl), Hans-Dietmar Sperling (Möhnesee), Ilse Rosenwald (Welver), Franz Heinrich Klopries (Werl), Elisabeth Schreiner (vorne/Lippstadt), Angelika Simmank (hinten/Anröchte), Beate Thannheiser (Warstein), Marica Rössel (Lippstadt), Maria Stemmer (Lippetal), Reiner Thannheiser (Warstein). Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest

Die Eheleute Beate und Reiner Thannheiser, 49 bzw. 51 Jahre alt, pflegen ihren 18-jährigen Sohn Simon, der an der Muskelkrankheit Muskeldystrophie Typ Duchenne leidet. Die 83-jährige Ilse Rosenwald versorgte seit 2010 mit Unterstützung des Pflegedienstes Hoff aus Werl ihren Ehemann Hans Rosenwald, der am 22. März 2016 verstorben ist, rund um die Uhr. Rudolf Bettermann (80) betreut seine 82-jährige Ehefrau rund um die Uhr, wird nur einmal am Tag durch die Caritas bei der Pflege unterstützt. Giesela Jauernick (75), pflegt seit November 2005 ihren 77-jährigen Ehemann Berthold Jauernick, der an den Folgen von zwei schweren Schlaganfällen leidet. Franz Heinrich Klopries ist 84 Jahre alt und pflegt seit 2012 seine bettlägerige 82-jährige Ehefrau.

Auch Maria Schulte-Kellinghaus, Dezernentin für Jugend, Schule und Soziales und Vorsitzende der Konferenz Alter und Pflege, stellte die Leistung der pflegenden Angehörigen heraus. Niemand suche sich das Schicksal aus, pflegebedürftig zu werden. So sei es gut, dass die Familie sich nach wie vor in Deutschland als tragende Säule der häuslichen Pflege erweise. Aber auch Freunde und Bekannte leisteten die Pflege, oftmals ohne professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Dieses Engagement ist sowohl für Pflegebedürftige als auch für die Gesellschaft unverzichtbar„, betonte die Dezernentin.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest