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Kreis Soest (kso.2013.06.26.321.ap/-rn). Pflegefamilien haben sich bei einer Veranstaltung im Kreishaus über die Neuausrichtung des Kreisjugendamtes und der Sozialdienste katholischer Frauen (SkF) Soest und Werl in Sachen Pflegekinderdienst informiert. Sie lernten als neue Ansprechpartnerinnen im Kreisjugendamt Martina Mühlenbein und Anja Petermann kennen, die ab sofort Pflegefamilien beraten und begleiten. Kreisjugendamtschefin Gudrun Hengst bedankte sich bei den SkF-Mitarbeiterinnen für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Neue Ansprechpartnerinnen im Kreisjugendamt für Pflegefamilien sind Anja Petermann und Martina Mühlenbein (vorne v. l.). Bisher zeichneten für den Pflegekinderdienst unter anderem (hinten v. l.) Steffi Frey und Manuela Wirth (beide SkF Werl) sowie Christiane Oberreuter-Kurte und Bettina Lellesch (beide SkF Soest) verantwortlich. Foto: Wilhelm Müschenborn/Pressestelle Kreis Soest

Neue Ansprechpartnerinnen im Kreisjugendamt für Pflegefamilien sind Anja Petermann und Martina Mühlenbein (vorne v. l.). Bisher zeichneten für den Pflegekinderdienst unter anderem (hinten v. l.) Steffi Frey und Manuela Wirth (beide SkF Werl) sowie Christiane Oberreuter-Kurte und Bettina Lellesch (beide SkF Soest) verantwortlich. Foto: Wilhelm Müschenborn/Pressestelle Kreis Soest

Die beiden SkF-Verbände betreuen künftig die Pflegefamilien, die Kinder von außerhalb des Kreisjugendamtsbezirks aufnehmen. Das Kreisjugendamt Soest ist nach wie vor laufend auf der Suche nach Pflegeeltern, die ein Kind in ihrer Familie aufnehmen und diesem Geborgenheit, Sicherheit und Zuwendung schenken. Pflegekinder bringen einen im doppelten Sinne vollgepackten Koffer mit in ihr neues Zuhause. Häufig haben sie Gewalt oder Vernachlässigung im Elternhaus erfahren, oder ihre Eltern sind psychisch krank. „Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte und Erfahrungen mit in die neue Familie. Das stellt ganz besondere Ansprüche an die Pflegeeltern. Sie müssen ein hohes Maß an Zeit, Geduld, Belastbarkeit, Offenheit und Toleranz aufbringen, um einem Kind eine neue Chance bieten zu können und auf dem Weg in eine selbstständige Lebensführung zu begleiten. Dabei werden die Pflegeeltern nicht allein gelassen“, erläutert Gudrun Hengst. Das Kreisjugendamt Soest bereite Pflegeelternbewerber auf ihre zukünftige Aufgabe vor und begleite sie während der gesamten Dauer des Pflegeverhältnisses bis hin zu dessen Beendigung. Denn eine Pflegefamilie sei immer eine Familie auf Zeit. Pflegeeltern müssten Geborgenheit bieten, aber auch wieder loslassen können.

Bei allem steht das Kind mit seinen Interessen und Bedürfnissen im Mittelpunkt. „Die Chemie zwischen Kind und Pflegeeltern muss stimmen. Nicht jedes Kind passt in jede Familie“, weiß Pflegekinderdienst-Mitarbeiterin Martina Mühlenbein „Pflegeeltern leisten eine Hilfe zur Erziehung im Auftrag des Jugendamtes. Man unterscheidet zwischen Bereitschaftspflege, Verwandtenpflege, zeitlich befristeten Pflegeverhältnissen und Dauerpflege.“

Es werden übrigens Pflegeeltern für Kinder jeden Alters gesucht und auch für Kinder mit Behinderung.

Weitere Informationen bei den Ansprechpartnerinnen im Kreisjugendamt, Martina Mühlenbein, Telefon 02921/302059 (ab 1. Juli 302767). E-Mail martina.muehlenbein@kreis-soest.de, und Anja Petermann, Telefon 02921/302596 (ab 1. Juli 302768), E-Mail anja.petermann@kreis-soest.de.

Quelle: Kreis Soest