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Kreis Soest. Die regelmäßigen Überprüfungen in den Pflegeeinrichtungen haben eine positive Entwicklung bei Selbstbestimmung und Lebensqualität jedes einzelnen Bewohners ergeben. Das hält die Heimaufsicht des Kreises Soest in ihrem jetzt veröffentlichten Tätigkeitsbericht 2009/2010 fest.

Das ist den vielfältigen Anstrengungen der Träger sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken“, zieht Sachgebietsleiter Andreas Friedrichs (Sozialplanung) Bilanz. Im Kreis Soest ist die Heimaufsicht für 75 Einrichtungen mit 5.542 Plätzen zuständig, die ältere Menschen und volljährige Menschen mit Behinderung stationär betreuen und pflegen. Die sechs Mitarbeiterinnen (3,8 Stellen) haben im Berichtszeit- raum 112 wiederkehrende und anlassbezogene Prüfungen durchgeführt. Die grund-sätzlich unangemeldeten Überprüfungen erfolgen nach dem Wohn- und Teilhabegesetz für Nordrhein-Westfalen und anhand des landesweit einheitlichen Rahmenprüfkatalogs zur Überwachung von Betreuungseinrichtungen (RPK). Der gibt vor, was die Lebens-qualität für die Menschen in den Betreuungseinrichtungen beinhaltet.

Die Prüferinnen stellten aber auch strukturelle und bauliche Mängel fest. Es gab ebenso Schwachpunkte bei der sozialen Betreuung zu beanstanden, und das hauptsächlich an den Wochenenden. Auch im Bereich Pflegedokumentation und bei der Umsetzung eines Risikomanagements wurden Defizite festgestellt, zum Beispiel fehlende Pflege-visiten. Andreas Friedrichs: „Durch eine intensive Beratung und Begleitung der Heimauf- sicht konnten die Pflegeheime die festgestellten Mängel in den meisten Fällen zeitnah abstellen. In zwei Einrichtungen mussten wir allerdings aufgrund gravierender Mängel zeitweilig einen Aufnahmestopp verhängen.

In den zwei Jahren bearbeitete die Heimaufsicht außerdem 152 Beschwerden. Vor allem die personelle Besetzung wurde häufig kritisiert, aber auch die Pflegequalität. Hier waren die Themen unzureichende grundpflegerische Versorgung, mangelnde Wundver-sorgung und fehlende Angebote zur Tagesgestaltung.

Bei 23 Neu- und Umbaumaßnahmen nach dem Landespflegegesetz und dem Wohn- und Teilhabegesetz für Nordrhein-Westfalen, die eine Verbesserung der Wohnqualität vorsehen, war die Heimaufsicht beteiligt. So müssen zum Beispiel alle Einrichtungen bis 2018 einen Einzelzimmeranteil von mindestens 80 Prozent vorhalten. Neu ist seit 2010, dass für die Leistungen der Heimaufsicht Gebühren erhoben werden.

Ziel der Heimaufsicht ist es weiterhin, gemeinsam mit allen Beteiligten eine individuelle, aber auch flächendeckende qualitativ hochwertige Pflege und Betreuung der älteren und pflegebedürftigen Menschen im Kreis Soest konsequent weiter zu verfolgen“, betont Andreas Friedrichs. „Dazu ist es notwendig und ein wichtiges Anliegen der Heimaufsicht, dass sich die Bewohner und Bewohnerinnen, Angehörige und alle Interessierten bei Fragen, Problemen an die Heimaufsicht wenden.

Die zuständigen Ansprechpartnerinnen mit Kontaktdaten sind im Netz auf der Seite www.kreis-soest.de/pflegeatlas zu finden. Dort gibt es auch die Möglichkeit, eine Mitteilung über ein Online-Formular an die Heimaufsicht zu senden. Außerdem ist der Tätigkeitsbericht 2009/2010 unter www.kreis-soest.de/pflegeatlas (Aktuelles/Presse-mitteilungen) nachzulesen.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest