Print Friendly, PDF & Email

Kreis Soest. Dass Tatjana Reimer (34) jetzt Lottoscheine annimmt, ist für sie wie ein Sechser im Lotto. Die alleinerziehende Mutter dreier Kinder hat eine Ausbildung zur Verkäuferin, Fachrichtung Bürowirtschaft, bei Foto und Lotto Schreiber in Lippetal-Herzfeld begonnen. Nicht selbstverständlich ist, dass sie die Lehre in Teilzeit absolvieren und diese mit ihren familiären Pflichten unter einen Hut bringen kann. Den Boden dafür hat das ESF-kofinanzierte Landesprogramm TEP bereitet.

TEP steht für „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“. Dank dieser Initiative konnte ein Trägerverbund von BBZ Hellweg-Lippe in Soest und INI in Lippstadt bis Ende Juli zehn Frauen vier Monate lang in Teilzeit auf eine Ausbildung in Teilzeit (mindestens 25 Wochenstunden) vorbereiten.

Tobias Schreiber (r.), Inhaber von Foto und Lotto Schreiber in Lippetal-Herzfeld, ermöglicht Tatjana Reimer (2. v. l.) eine Ausbildung in Teilzeit. Darüber freuen sich Andrea Bergmann (2. v. r.), BBZ Hellweg-Lippe, und Ursula Rode-Schäffer (l.), Geschäftsführerin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland. Foto: Wilhelm Müschenborn/Pressestelle Kreis Soest

Diese Maßnahme eröffnete sieben der Teilnehmerinnen bereits Perspektiven. Neben Tatjana Schreiber hat eine weitere Frau einen Ausbildungsplatz in Teilzeit in Aussicht. Vier Teilnehmerinnen haben eine Ausbildung in Vollzeit begonnen (Bürokauffrauen bzw. eine Sportfachfrau). Eine Absolventin beginnt eine Einstiegsqualifizierung mit Aussicht auf einen Ausbildungsplatz im Jahr 2013. Bei ihrem weiteren Weg werden die Frauen nicht alleine gelassen. An die viermonatige Qualifizierung schließt sich noch eine achtmonatige Phase an, in der die Frauen bei den ersten Schritten in der Ausbildung begleitet werden.

Gleichzeitig werden auch die ausbildenden Betriebe beraten, für die Teilzeitausbildung oft Neuland ist. „Von der Möglichkeit einer Ausbildung in Teilzeit wusste ich nichts“, berichtet Tatjana Reimers Chef Tobias Schreiber (32). „Doch da Frau Reimer bei uns schon ausgeholfen hatte und wir sie kannten, war ich gerne bereit, ihr diese Chance zu eröffnen.“

Auch in 2013 wird das Landesprogramm TEP fortgeführt. Weitere Informationen bei Ursula Rode-Schäffer, Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, Telefon 02921/303499 und unter www.r-h-h.de.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest