Print Friendly, PDF & Email

Kreis Soest (kso.2013.02.27.093.mj). Die Novelle des Baugesetzbuches zur Stärkung der Innenentwicklung und die aktuelle Rechtsprechung zu Doppelhäusern und Fragen des Brandschutzes boten reichlich Stoff für das traditionelle Gespräch der Bauaufsicht mit Architekten und Bauingenieuren im Sitzungssaal des Kreishauses, das jetzt zum 18. Mal stattfand.

Zum 18. Mal fand im Kreishaus das Treffen zwischen Bauaufsicht und Architekten statt. Die Ausführungen der Bauaufsicht trafen auf offene Ohren. Foto: Wilhelm Müschenborn/Kreis Soest

Zum 18. Mal fand im Kreishaus das Treffen zwischen Bauaufsicht und Architekten statt. Die Ausführungen der Bauaufsicht trafen auf offene Ohren. Foto: Wilhelm Müschenborn/Kreis Soest

Das Bürokratieabbaugesetz I hatte Möglichkeiten zur Vereinfachung der Bauantragstellung mit sich gebracht. Diese Erleichterungen liefen zum Ende des letzten Jahres aus. Deshalb sind Kleingaragen, Nutzungsänderungen sowie Werbeanlagen in Gewerbegebieten wieder genehmigungspflichtig. Der Bund plant für Mitte des Jahres eine Novellierung des Baugesetzbuches zur Stärkung der Innenentwicklung. Innenstädte und Ortskerne sind Schlüsselfaktoren für die Stadtentwicklung und zur Identifikation der Bürger mit ihren Städten und Gemeinden unverzichtbar.

32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Chance, um sich mit Dezernent Winfried von Schroeder, Abteilungsleiter Michael Joswig und den Sachgebietsleitern Frank Hoffmann und Ulrich Maas auszutauschen. „Doppelhäuser sind eine Schicksalsgemeinschaft“, erläuterte Michael Joswig eine aktuelle Rechtsprechung zu diesem Thema. Die Bauaufsicht lieferte deshalb konkrete Hinweise für die Praxis zur Planung und Umbau von Doppelhäusern.

Immer wieder führen die Anforderungen des Brandschutzes zu Diskussionen zwischen Architekten und der Bauaufsicht. Jetzt hat das Oberverwaltungsgericht klargestellt, dass der Schutz des Menschen ein hohes Gut ist. Deshalb müssen die Anforderungen auf der sicheren Seite liegen. Zum Ende der Veranstaltung schilderte Michael Joswig den Gästen, wie ein einfacher Gartenpavillon zu einem komplizierten Problem werden kann, wenn der nachbarliche Frieden nicht mehr gewährleistet ist.

Quelle: Kreis Soest