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Kreis Soest (kso.2016.12.07.521.gb). Über 200 Schülerinnen und Schüler der 19 zertifizierten Schulen im Kreis Soest zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR-SMC) besuchten in Begleitung von Lehrkräften am Dienstag [06. Dezember 2016] den Kinosaal des Schlachthofs Soest und die Aula des Ostendorfgymnasiums in Lippstadt. Grund dafür war die Filmvorführung der afrodeutschen Schauspielerin und Moderatorin Mo Asumang, welche vom Kommunalen Integrationszentrum organisiert wurde.

Noch nie hat sich jemand filmisch konkret an das Thema Arier gewagt. Und das, obwohl unter der vermeintlichen Marke Arier in Deutschland gegen Menschen anderer Religion, Hautfarbe oder Geschlechtsorientierung gehetzt und gemordet wurde und wird. Auf einer persönlichen Reise versucht Mo Asumang herauszufinden, was hinter der Idee vom „Herrenmenschen“ steckt. Sie begibt sich zu Pseudo-Ariern auf Nazidemos, reist zu den wahren Ariern in den Iran, trifft sich in den USA mit weltweit berüchtigten Rassisten und begegnet dem Ku Klux Klan. Der Dokumentarfilm „Die Arier“ ist ein tour de force in die Abgründe des Rassismus. Er liefert nicht nur Hintergründe, sondern auch Überwindungsstrategien gegen den Rassenhass.

Die bekannte Moderatorin Mo Asumang präsentierte persönlich im Kinosaal des Alten Schlachthofs Soest ihren Film „Die Arier" sowie ihr Buch „Mo und die Arier" und stand anschließend für eine Diskussion bereit. Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest

Die bekannte Moderatorin Mo Asumang präsentierte persönlich im Kinosaal des Alten Schlachthofs Soest ihren Film „Die Arier“ sowie ihr Buch „Mo und die Arier“ und stand anschließend für eine Diskussion bereit. Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest

Mo Asumang wurde 1996 Deutschlands erste afrodeutsche TV-Moderatorin. Seitdem arbeitet sie als Moderatorin, Produzentin, Regisseurin, Schauspielerin und Dozentin und engagiert sich aktiv in der Antirassismusarbeit. Bei den Filmvorführungen im Kreis Soest folgte sie der Einladung des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Soest und stand persönlich für die anschließenden Diskussionen zur Verfügung.

Nicht nur der Film sondern auch das Buch ‚Mo und die Arier: Allein unter Rassisten und Neonazis‘ traf bei den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften auf großes Interesse„, zog Galina Borchers, die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, ein positives Fazit der Veranstaltung, die eine der Maßnahmen der Antirassismusarbeit des Zentrums ist.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest
Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest