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Kreis Soest (kso.2013.04.11.167.bb). Auf Einladung der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Soest informierte Cäcilia Osthoff, Koordinatorin beim Palliativnetz Soest-Hochsauerlandkreis, Vertreter der gesundheitlichen Selbsthilfe über Möglichkeiten und Grenzen palliativer Versorgung im häuslichen Umfeld.

Der Begriff „palliativ“ leitet sich aus dem lateinischen Wort für pallium (Mantel) ab und meint „umhüllen“. Palliativmedizin befasst sich mit der letzten Lebensphase eines Menschen und hat die Linderung von Schmerzen, Luftnot, Übelkeit und das Stillen von Hunger und Durst zur Aufgabe.

Leiter und Mitglieder von Selbsthilfegruppen werden immer wieder mit einem schwierigen Thema konfrontiert: Sterben und Tod eines Gruppenmitgliedes. Wenn ein Gruppenmitglied stirbt, entsteht meist Unsicherheit im Umgang mit dem betroffenen Menschen und die ehrenamtlich Tätigen brauchen hier grundlegende Informationen. Unter den Schwerpunkten „wahrnehmen“, „lindern“ und „begleiten“ schilderte Frau Osthoff die Versorgung schwer erkrankter Menschen mit eingeschränkter Lebenserwartung, die zu Hause betreut werden möchten. Dazu umriss sie auch die Möglichkeiten der Unterstützung für die betreuenden Familienangehörigen. Für die Verantwortlichen aus den Gruppen waren dabei die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für so eine Betreuung ebenso wichtig wie konkrete Beispiele aus den umfassenden Pflegemöglichkeiten, die vielleicht auch für die eigenen Mitglieder irgendwann sinnvoll sein können.

Zum Ende der Veranstaltung waren die bei vielen von ihnen anfänglich geäußerten Unsicherheiten im Umgang mit Sterbenden deutlich verringert. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Durch diese Gespräche hier bin ich in die Lage versetzt worden, das Thema Sterben in unserer Gruppe besser aushalten und konkrete Hilfestellungen für die Betroffenen und ihre Angehörigen vermitteln zu können.“

Quelle: Kreis Soest