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Kreis Soest (kso). Das Gesundheitsamt des Kreises Soest verfolgt in Sachen Erkrankungswelle in Warstein seit Montagabend [19. August 2013] eine konkrete Spur. Bis zu diesem Zeitpunkt gingen vier positive Legionellenbefunde von insgesamt mittlerweile 64 betroffenen Patienten im Kreishaus ein. Jetzt suchen die Gesundheitsaufseher die möglich Quelle. Definitiv schließen die Experten das Leitungs- bzw. Trinkwasser als Ursache aus.

Das Geschehen erinnert stark an einen Vorfall im Jahr 2010 in Ulm. Damals waren über die Abluft einer klimatechnischen Anlage Legionellen verbreitet worden“, sieht Gesund-heitsamtschef Dr. Frank Renken Parallelen. Deshalb sollen die Gesundheitsaufseher des Kreises jetzt die Befragung mit einem auf den Legionellen-Verdacht spezifizierten Fragebogen des Bielefelder Landeszentrums für Gesundheit die Befragung der Erkrankten fortsetzen, um den Ausgangspunkt des Erregers eingrenzen zu können.

Aus zwei Gründen schließen die Kreis-Mediziner eine Verbreitung über Leitungs- bzw. Trinkwasser definitiv aus. Zum einen vermehren sich bei einer in den Versorgungsleitungen zurzeit herrschenden Temperatur von 15 Grad keine Legionellen. Zum anderen sind keine Angehörigen der jeweils Betroffenen erkrankt.

Nachdem am Wochenende von Freitag bis Sonntag noch 30 Patienten ins Warsteiner Krankenhaus Maria Hilf mit den einschlägigen Symptomen eingeliefert worden waren, waren es am Montag lediglich zwei.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest