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Kreis Soest. Der Krisenstab des Kreises Soest ist am 1. Dezember 2012 im Rettungszentrum des Kreises Soest zusammengetreten, um einen Tierseuchenfall zu üben. Ein Hof in Bad Sassendorf war Schauplatz dieser Übung. Fiktiv wurde dort der Ausbruch der Schweinepest simuliert. Beteiligt waren der Veterinärdienst sowie Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks.

Alle im Ernstfall zu ergreifenden Maßnahmen wurden geprobt. Vor Ort in Bad Sassendorf und an der Soester Zuckerfabrik (Sperrbezirksgrenze) wurden beispielsweise Fahrzeugdesinfektionsschleusen aufgebaut. Auch die beteiligten Landesbehörden wurden fiktiv eingebunden und haben einen „stand-still“ ausgerufen, der Viehtransporte in einem Umkreis von zehn Kilometer untersagt.

Feuerwehrkräfte bauen für einen angenommenen Ausbruch der Schweinepest auf einem Gehöft in Bad Sassendorf-Weslarn eine Fahrzeugdesinfektionsschleuse auf. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Im Seuchenfall ist der gesamte Schweinebestand des betroffenen Betriebes zu töten und zu beseitigen. Die Ansteckungsgefahr für andere Schweinemastbetriebe ist sehr hoch. Daher sind besondere Vorsichtsmaßnahmen dringend geboten. Der wirtschaftliche Schaden für die Landwirtschaft wäre im Ernstfall immens. Auf Menschen und andere Tiere als Schweine und Wildschweine ist die Schweinepest nicht übertragbar.

Die Schweinepest ist eine ansteckende, fieberhaft verlaufende, virusbedingte Seuche. Sie befällt Haus- und Wildschweine. Die Krankheit ist unheilbar. Diese wirtschaftlichen Schäden werden verschärft durch großflächige Schutzzonen mit strengen Handels- und Transportverboten.

Professor Dr. Wilfried Hopp informiert den Krisenstab über den für eine Übung angenommenen Ausbruch der Schweinepest auf einem Gehöft im Kreis Soest und berichtet über die aktuelle Lage. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Hauptüberträger der Schweinepest sind Schweine, die das Virus bereits ausscheiden, bevor sie sichtbare Krankheitserscheinungen zeigen. Das Virus wird ausgeschieden über Nasen-, Rachen-, Augenflüssigkeit, Speichel, Urin und Kot. Das Virus wird vor allem übertragen von Tier zu Tier (Stallhaltung, Viehmärkte, Tiertransporte) und über Küchenabfälle, Futter, Transportfahrzeuge oder durch Personen.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest