Print Friendly, PDF & Email

Kreis Soest (kso.2013.04.29.208.ps/-rn). Die Frühjahrstagung der Ortsheimatpflegerinnen und Ortsheimatpfleger sowie der Vorstände der Heimatvereine am Freitag, 26. April, im Alten Rathaus in Geseke nahm Kreisheimatpfleger Peter Sukkau zum Anlass, zwei neue Ortsheimatpfleger vorzustellen. Es handelt sich um Norbert Bartz für Vellinghausen-Eilmsen und Friedhelm Seiger für Lipperode. Mit ihnen gibt es jetzt 61 Ortsheimatpfleger im Kreis Soest.

Die Frühjahrstagung der Ortsheimatpflegerinnen und Ortsheimatpfleger sowie der Vorstände der Heimatvereine am Freitag, 26. April, im Alten Rathaus in Geseke nahm Kreisheimatpfleger Peter Sukkau (Mitte) zum Anlass, zwei neue Ortsheimatpfleger vorzustellen. Es handelt sich um Norbert Bartz (links) für Vellinghausen-Eilmsen und Friedhelm Seiger (rechts) für Lipperode. Friedhelm Seiger übereichte Peter Sukkau eine von ihm angefertigten „Lippische Rose“.

Die Frühjahrstagung der Ortsheimatpflegerinnen und Ortsheimatpfleger sowie der Vorstände der Heimatvereine am Freitag, 26. April, im Alten Rathaus in Geseke nahm Kreisheimatpfleger Peter Sukkau (Mitte) zum Anlass, zwei neue Ortsheimatpfleger vorzustellen. Es handelt sich um Norbert Bartz (links) für Vellinghausen-Eilmsen und Friedhelm Seiger (rechts) für Lipperode. Friedhelm Seiger übereichte Peter Sukkau eine von ihm angefertigten „Lippische Rose“.

Mit Mittelpunkt der Zusammenkunft stand ein Vortrag zu Hexenverfolgung und Hexenverbrennungen in der frühen Neuzeit (1500-1782). Dazu hatte Peter Sukkau den inzwischen als Experten zu diesem Thema bekannten Pfarrer i. R. Hartmut Hegeler (Unna) gewinnen können. Hegeler referierte über damalige Schuldvorwürfe wie Teufelspakt, Teufelsbuhlschaft, Teilnahme am Hexensabbat, Schadenszauber gegen Wetter oder vermeintlichen Verbrechen an Mensch und Tier. Unter diesen absurde Anklagen hatte vor allem die Unterschicht wie Arme, Witwen, Zugezogene oder Fremde, also Menschen ohne Lobby, zu leiden.

Die 45 Zuhörer aus allen Teilen des Kreises zeigten sich betroffen über die unrechtmäßigen Urteile und die Folterqualen der Beschuldigten. Nur wenige Städte in Westfalen haben bisher an eine moralische Rehabilitation dieser bemitleidenswerten Personen und Familien gedacht. In diese Hinsicht vorangegangen sind Rüthen im Jahr 2011 und Soest in diesem Jahr.

Hegeler wies darauf hin, dass an vielen Orten der Welt heute noch der Hexenwahn grassiere und sogar Todesurteile vollzogen würden. Aber auch bei uns bringe dieser Aberglaube manche Menschen noch in Verruf.

Die Organisation der Frühjahrstagung lag in den Händen des Vereins für Heimatpflege Geseke. Dessen Vorsitzender Hans-Peter Busch ging zu Beginn auf die Stadtgeschichte ein. Er stellte besonders heraus, dass das nun repräsentativen Zwecken dienende Alte Rathaus wohl nicht mehr stehen würde, wenn sich der Heimatverein nicht vehement gegen den Abriss eingesetzt hätte. Für die Herbstsitzung kündigte Kreisheimatpfleger Sukkau den Termin 11. Oktober 2013 an. In Möhnesee-Günne soll dann besonders die 100-jährige Geschichte der Möhnetalsperre im Fokus stehen.

Quelle: Kreis Soest