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Kreis Soest. Mit 1.037 Beratungsfällen im Schuljahr 2010/2011 stellt die Einzelfallhilfe in der Arbeit der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Soest nach wie vor einen Schwerpunkt dar. Doch eine größer werdende Rolle spielen die Schulberatungen unabhängig vom Einzelfall. Insgesamt 176mal hat das Team diese im vergangenen Schuljahr durchgeführt, 20 Beratungen in Krisenfällen eingeschlossen. Das weist die jetzt vorgelegte Arbeitsstatistik der Schulpsychologen aus.

Das Angebot der Schulpsychologischen Beratungsstelle erfährt eine so große Nachfrage, dass auch weitere Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter genug Arbeit hätten“, bringt Maria Rodrigues, zuständige Sachgebietsleiterin in der Abteilung Schul-angelegenheiten, das Mehr an Arbeitsbelastung auf den Punkt. Zurzeit sind in der Schulpsychologischen Beratungsstelle, die seit Herbst 2011 in neuen Räumen zwischen den kreiseigenen Förderschulen „Bodelschwingh“ und „Jacob Grimm“ unter der Adresse „Vor dem Schültinger Tor 59“ in Soest zu finden ist, auf vier Stellen ein Diplom-Psychologe und vier Diplom-Psychologinnen tätig. Zwei von ihnen sind Kreisangestellte, drei Landesbedienstete (zwei Stellen). Nach den Amokläufen an Schulen, insbesondere nach den Ereignissen an einer Realschule in Emsdetten, hatte das NRW-Schulministerium zusätzliche Stellen geschaffen.

Das Team der Schulpsychologischen Beratungsstelle ist seit Herbst 2011 in neuen Räumen zwischen den kreiseigenen Förderschulen „Bodelschwingh“ und „Jacob Grimm“ unter der Adresse „Vor dem Schültinger Tor 59“ in Soest zu finden ist. Das Bild zeigt die Diplom-Psychologen (von links) Beate Weitkemper, Bruno Mertens, Sarah Sapp, Lucina Nater-Odyniec und Annelie Meyer-Bos. Foto. Wilhelm Müschenborn/Kreis Soest

Zur Schulberatung vor Ort gehören die Unterstützung von Schulleitung sowie Lehrerinnen und Lehrern in pädagogischen, psychologischen und persönlichen Fragestellungen. In diesem Zusammenhang werden auch Fortbildung und Supervision angeboten. Bei Störungen des allgemeinen Schullebens ist Krisenintervention angesagt. Die Einzelfallberatung bietet Eltern und Schülern Hilfe bei schulischen Fragestellungen und Schulschwierigkeiten unterschiedlichster Art. Je nach Anliegen gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern. Von den 614 im vergangenen Schuljahr abgeschlossenen Fällen von Einzelfallhilfe betrafen 309 Grundschüler. „Schon im Grundschulalter zeigen sich Auffälligkeiten und Schwierigkeiten. Um rechtzeitig helfen zu können, sollte man so früh wie möglich den Fokus auf diese Altersgruppe richten. Das schaffen wir offensichtlich“, erläutert Sachgebietsleitern Maria Rodrigues.

Unter den 14 Fortbildungen, die das Schulpsychologen-Team im vergangenen Schuljahr durchgeführt hat, stellt die Bildung von Krisenteams an Schulen einen neuen Schwerpunkt dar. Diese Steuerungsgruppen sollen geeignete Maßnahmen in tatsächlichen Krisenfällen an Schulen koordinieren und vorbeugende Maßnahmen installieren. Lehrer und Schulleiter werden in Modulen unter unterschiedlichen Aspekten geschult. Mit im Boot sind die Kriminalprävention der Kreispolizei, die Notfallseelsorge, die für den Kreis Soest zuständigen Schulaufsichtsbeamten sowie die Jugendämter des Kreises Soest und der Städte Lippstadt, Soest und Warstein.

Weitere Informationen sowie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Netz unter www.kreis-soest.de (Bürgerservice/Service + Info/Produkte A-Z/ Schulpsychologische Beratungsstelle des Kreises Soest).

Quelle: Pressestelle Kreis Soest