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Kreis Soest (kso.2013.02.14.071.kb/tw). Schon die alten Griechen kannten Kondome. Das zeigt eine Ausstellung in der Volkshochschule in Werl, die in 22 großformatigen Bildern die Geschichte des Kondoms darstellt. Die Ausstellung ist vom 20. Februar bis zum 21. März für vier Wochen im VHS-Haus am Kirchplatz 5 zu sehen. Ermöglicht wird dies durch eine Kooperation mit der AIDS-Koordination des Kreises Soest und der AIDS-Hilfe im Kreis Soest e. V.

Die Ausstellung zeigt in Bildern Interessantes und Kurioses rund ums Kondom. Zu Zeiten der alten Griechen bestanden Kondome wenig gefühlsecht aus Ziegenblasen. Im Mittelalter wurden Leinensäckchen oder Schafsdarm als Kondome benutzt. Damals wurden sie nicht so sehr zur Empfängnisverhütung, sondern eher zur Vermeidung der Syphilis eingesetzt. Heute stellen die Kondome neben der Empfängnisverhütung vor allem einen wichtigen Schutz gegen sexuell übertragbare Infektionen dar. „Wir begreifen Ausstellungen im VHS-Haus als Bestandteil unserer Bildungsarbeit, und wir freuen uns, dass wir mit dieser Ausstellung Jung und Alt und Mann und Frau über Empfängnisverhütung informieren können, und auch darüber, wie Mann und Frau sich vor AIDS und Geschlechtskrankheiten schützen können“, so Wolfgang Klesse, der Leiter der VHS.

Führungen durch die Ausstellung durch Mitarbeiter der AIDS-Hilfe und die AIDS-Koordination des Kreises Soest ergänzen die Ausstellung. Diese sind allerdings vorab zu vereinbaren. Interessierte Gruppen melden sich bitte entweder bei Karola Born unter Telefon 02921-302152, karola.born@kreis-soest.de oder bei Hildegard Wahle, AIDS-Hilfe im Kreis Soest e.V., 02921-2888, Fax: 02921-2883, E-Mail: info@aids-hilfe-soest.de. Bilder von der Ausstellung finden Sie auch auf der Internetseite der AIDS-Hilfe unter www.aids-hilfe-soest.de.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) ist in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts für das Jahr 2012 leicht angestiegen (3.400 Neuinfektionen). AIDS ist mittlerweile normal geworden. Aber auch die Menschen im Kreis Soest bleiben hiervon nicht verschont, denn im vergangenen Jahr haben elf Menschen neu im Kreisgebiet erfahren, dass sie sich mit dem HI-Virus infiziert haben.

Mittlerweile sind 296 Menschen kreisweit an der Immunschwäche gestorben. Dass es nicht mehr sind, ist neben den neuen lebensverlängernden Medikamenten sicherlich auch auf die Verhaltensänderungen durch die zahlreichen Aufklärungskampagnen zurückzuführen. Aber die Hoffnung auf einen Impfstoff gegen HIV hat sich bisher nicht erfüllt.

Damit bleibt der einzige Schutz vor AIDS, die Vermeidung der Ansteckung. Und die beste Voraussetzung für einen Schutz vor Ansteckung, ist eine umfassende Aufklärung. „Die Gefahr mit dem AIDS auslösenden HI-Virus angesteckt zu werden ist unverändert groß, eine Infizierung mit dem Hepatitis B-Virus allerdings hundertmal größer, wobei die Infizierung mit Hepatitis-B durch Blut, Speichel, Sperma und andere Körpersekrete erfolgt“, erläutert Karola Born, die AIDS-Koordinatorin im Kreisgesundheitsamt.

Erwachsene und vor allem Jugendliche unterliegen der großen Gefahr einer Ansteckung vor allem beim Geschlechtsverkehr. In Deutschland sind zurzeit rund 600.000 Menschen dauerhaft von einer Hepatitis B-Erkrankung betroffen. Der dringende Appell der AIDS-Koordination des Kreises Soest und der AIDS-Hilfe Kreis Soest e. V. lautet, sich unbedingt gegen Hepatitis-B impfen zu lassen und beim Sexualverkehr ein Kondom zu benutzen.

Quelle: Kreis Soest