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Kreis Soest (kso.2013.04.23.191.ak). Dem Riesenbärenklau ging es am Samstag, 20. April 2013, auf der Günner Hude an den Kragen. Mit Schutzkleidung und Spaten bewaffnet trafen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger um die für Menschen nicht ungefährliche Herkulesstaude zu bekämpfen. Eine weitere Bürgeraktion ist am Samstag, 27. April 2013, an der Heve geplant. Zu diesem Einsatz sind wieder alle Interessierten eingeladen. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr der Parkplatz am Gasthaus Tacke.

Der Riesenbärenklau oder auch Herkulesstaude wurde etwa um 1890 aus dem Kaukasus in die Gärten und Parks nach Europa gebracht und ist in vielen Gebieten zur Problempflanze geworden. Problempflanze deshalb, weil der Riesenbärenklau stark toxisch auf die menschliche Haut wirkt und die heimische Vegetation unterdrückt und verdrängt. Eine Kartierung der Herkulesstaude durch die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) im Jahr 2011 zeigt Vorkommen in der Heveaue, insbesondere zwischen dem Erholungspark Wilhelmsruh und dem Hevevorstaubecken des Möhnesees sowie am Lottmannshardbach bei Hirschberg.

Diese Bestände der Herkulesstaude sollen am 27. April in einer konzertierten Aktion der Wasserbehörde des Kreises, des Forstamtes Arnsberg, des Erholungsparks Wilhelmsruh, der ABU, des Landschaftsinformationszentrums (LIZ), des Ruhrverbands sowie der Möhneseer Heimatfreunde und Naturschützer und der Gemeinde Möhnesee bekämpft werden. Die Bekämpfungsmethode erfolgt in enger Anlehnung an einen Leitfaden der Landwirtschaftskammer NRW. Die Pflanzen sind momentan noch sehr klein. In diesem Stadium sind sie noch gut zu bekämpfen. Um sie gänzlich abzutöten, muss die Wurzelrübe zehn Zentimeter unter der Bodenoberfläche mit einem Spaten durchtrennt werden.

Für die Bekämpfung sind eine gute Schutzkleidung (Handschuhe, Körperschutz, Gummistiefel, eventuell Wathose) und ein Spaten erforderlich. Detaillierte Anleitungen und Erklärungen werden vor Beginn der Aktion durch den Kreis Soest gegeben. Das Gelände ist sehr unwegsam. Die Teilnahme erfolgt ist auf eigene Gefahr.

Die Federführung haben der Kreis Soest, Untere Wasserbehörde, Annette Kühlmann, Telefon 02921/302213, der Landschaftswart für die Gemeinde Möhnesee, Werner Leifert, Telefon 02924/5436, und das Forstamt Arnsberg, Lorenz Lüke-Sellhorst, Telefon 02931/7866131.

Quelle: Kreis Soest