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Kreis Soest (kso.2013.05.029.268.aha). „Die Euro-Krise hat im vergangenen Jahr auch Spuren auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Soest hinterlassen“, resümierte Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2012. „Dennoch ist es uns gelungen, die Zahl der Haushalte, die Unterstützung durch das Jobcenter erhält, deutlich zu verringern.“

Gemeinsam stellte die Geschäftsführung des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA), Martin Steinmeier und Barbara Schäfer, den Geschäftsbericht für das Jahr 2012 vor. Foto: Elisabeth Bormann, Jobcenter AHA

Gemeinsam stellte die Geschäftsführung des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA), Martin Steinmeier und Barbara Schäfer, den Geschäftsbericht für das Jahr 2012 vor. Foto: Elisabeth Bormann, Jobcenter AHA

Im Jahresdurchschnitt betreute die AHA 2012 9.385 Haushalte. Dies sind 516 weniger als 2011. Ein Grund für diese Entwicklung war der Optimismus der regionalen Unternehmen, die aufgrund einer guten Auftragslage im gleichbleibenden Maß neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellten. „Besonders zahlreiche junge Menschen konnten im August und September von der positiven Grundstimmung profitieren und eine Ausbildung beginnen“, so Steinmeier. „So betreuten wir im Februar 2012 noch 2.770 junge Frauen und Männern, die jünger als 25 Jahre alt sind. Bis zum September nahm diese Zahl um 330 Personen auf 2.440 ab. Hier merken wir inzwischen eine klare Tendenz der heimischen Unternehmen, dem Fachkräftemangel durch die eigene Nachwuchsförderung entgegenzuwirken.“ Insgesamt konnte das Jobcenter 3.398 Personen, die Leistungen des Zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) erhielten, in den allgemeinen Arbeitsmarkt integrieren. Die Zahl der Leistungsberechtigten, die seit mehr als 24 Monaten Unterstützung durch das Jobcenter erhält, konnte um 239 Personen reduziert werden.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit setzte das Jobcenter 2012 auf eine gezielte Arbeitgeberansprache. Mit zahlreichen Veranstaltungen für die Unternehmen aus den verschiedensten Branchen, einer Arbeitgeberwoche und der regelmäßig erscheinenden Arbeitgeberzeitung „AHA-Effekte“ suchte die AHA bewusst den Kontakt zu Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in der Region. „Ein gutes Netzwerk ist für eine nachhaltige Arbeitsvermittlung essentiell“, erläuterte Barbara Schäfer, stellvertretende Geschäftsführerin der AHA. „Denn nur wenn ich als Integrationsfachkraft weiß, welche Vorkenntnisse neue Mitarbeiter mitbringen müssen, kann ich passgenau vermitteln. Dafür muss ich die Kundinnen und Kunden gut kennen, aber auch die Unternehmen. Denn unser Ziel ist es, das die Integrationen, die wir vermitteln, von Dauer sind und nicht nach kurzer Zeit beendet werden.“

Durch mehrere tätliche Übergriffe in anderen Jobcentern hat das Thema Sicherheit 2012 in der AHA an Bedeutung gewonnen. „In den vergangenen Monaten haben wir viele Gespräche mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch mit externen Fachleuten geführt, um die Sicherheit an unseren Standorten zu überprüfen und in Einzelfällen auszubauen“, berichtete der Geschäftsführer. „Doch uns ist es wichtig, zu betonen, dass unser Jobcenter ein offenes Haus bleiben wird.“ Mit einem Klima des gegenseitigen Respekts und der Akzeptanz wirbt das Jobcenter daher für einen fairen Umgang aller Beteiligten miteinander. Steinmeier: „Denn dies ist in unseren Augen der beste Weg für uns alle.“

Quelle: Kreis Soest