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Kreis Soest. Lange hat die 30-jährige blinde Frau aus Soest nach einem Arbeitsplatz gesucht. Trotz der guten Arbeitsmarktlage konnte sie jedoch aufgrund ihrer Sehbehinderung keine geeignete Anstellung finden. Dann nahm sie an einer achtmonatigen Qualifizierung zur medizinischen Tastuntersucherin teil, die sie im Januar 2011 erfolgreich abschloss. Jetzt arbeitet sie in einer gynäkologischen Praxis.

Dieses positive Beispiel ist eines von vielen, die wir im letzten Jahr begleiten durften“, berichtet Andreas Krick, Teamleiter beim Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) und dort zuständig für die Betreuung von Schwerbehinderten und Rehabilitanden. „In den letzten zwölf Monaten ist es uns gelungen, knapp 130 Personen mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das ist ein tolles Ergebnis, mit dem wir so nicht gerechnet haben und das unsere eigenen Ziele weit übertroffen hat.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters setzen sich gemeinsam mit der BAKS für die Integration von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz ein. Foto: Elisabeth Bormann/AHA

Damit auch im neuen Jahr die Integrationschancen für Menschen mit Behinderungen gesteigert werden können, haben sich nun die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters mit Vertretern der Behinderten-Arbeitsgemeinschaft Kreis Soest – kurz BAKS – zu einem Erfahrungsaustausch getroffen. „Wir arbeiten sehr gut und auch gerne mit dem Jobcenter zusammen“, resümierte Brigitte Piepenbreier, Vorsitzende der BAKS. „Dennoch gibt es noch einiges zu tun. Vor allem ist ein Umdenken sowohl bei den Betroffenen selbst, als auch in den Betrieben gefragt.

Um den besonderen Anforderungen dieser Personengruppe gerecht zu werden, hat die AHA ein Spezialistenteam gegründet, das sich ausschließlich um Personen kümmert, die Einschränkungen aufweisen und Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) erhalten. „Viele Frauen und Männer mit körperlichen und psychischen Ein-schränkungen sind verunsichert, was die Suche nach einem Arbeitsplatz angeht. Sie haben zumeist viele Absagen auf ihre Bewerbungen erhalten und benötigen eine intensive Unterstützung“, schildert Krick. „Unser Team ist auf diese Ausgangslage spezialisiert und kann langfristig Perspektiven aufbauen.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest