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Kreis Soest. „Die Folgen der Weltwirtschaftskrise waren auch im Jahr 2010 noch auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu spüren. Erst in der zweiten Jahreshälfte entspannte sich die Situation auch für Arbeitslosengeld-II-Empfänger spürbar“, fasste Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA), auf der Jahrespressekonferenz am vergangenen Dienstag [03. Mai 2011] die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Jahr 2010 zusammen.

Trotz der zunächst steigenden Arbeitslosenzahlen ist es uns gelungen, im Laufe des Jahres über 3.600 Personen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“ Dies ist der höchste Integrationswert seit der Gründung der AHA im Jahr 2005. Grund für dieses gute Ergebnis war die positive konjunkturelle Entwicklung, die vor allem in der zweiten Jahreshälfte zu einer sinkenden Zahl von Arbeitslosengeld-II-Empfängern führte.

Die beiden Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) Barbara Schäfer und Martin Steinmeier stellen den Geschäftsbericht 2010 vor. In diesem Jahr wird ein Schwerpunkt ihrer Arbeit auf dem Projekt „50+ aktiv liegen.“ Foto: Elisabeth Nückel, AHA

Im gesamten Betrachtungszeitraum nahm die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Kreis Soest von ihrem Spitzenwert im April 2010 von 10.997 auf 10.098 im Dezember 2010 ab. „Besonders erfreulich ist zudem, dass die Zahl der eingetretenen Sanktionen im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 45 Sanktionen im Monat sank“, so Steinmeier. „Diese Zahl zeigt uns, dass unsere Kunden zum größten Teil bemüht sind, Arbeit zu finden und unsere Unterstützungen gerne annehmen.“ Wie auch im Vorjahr ist die Verteilung der Sanktionen je nach Altersgruppe unterschiedlich. Dabei traten Sanktionen vor allem bei jungen Menschen unter 25 Jahre mit einer Quote von 3,8 Prozent stärker auf als bei Leistungsberechtigten, die älter als 50 Jahre alt sind. Letztere kamen lediglich auf eine Quote von 0,7 Prozent.

Darüber hinaus gab die Geschäftsführung der AHA während der Pressekonferenz einen Einblick in die Arbeit des laufenden Jahres. Stärker als bisher arbeitet die AHA in diesem Jahr zielgruppenorientiert. Einen besonderen Stellenwert erhält dabei das Projekt „50+ aktiv“, das sich für die Integration älterer langzeitarbeitsloser Männer und Frauen in den ersten Arbeitsmarkt einsetzt. Allein in diesem Jahr wird das Projekt mit knapp zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Mit diesem Geld werden unter anderem Inhouse-Maßnahmen finanziert, die speziell auf die Bedürfnisse der Generation 50plus eingehen. Alle Angebote werden von den AHA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Projektes selbstständig durchgeführt, um eine direkte und unmittelbare Kommunikation zwischen Integrationskraft und Kundin bzw. Kunden zu ermöglichen. „Durch die enge Zusammenarbeit und den niedrigen Betreuungsschlüssel erhoffen wir uns zahlreiche und vor allem nachhaltige Integrationen. Denn schließlich werden durch den demographischen Wandel langfristig alle zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte benötigt“, betonte Barbara Schäfer, stellvertretende Geschäftsführerin der AHA.

Quelle: Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA)