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Kreis Soest. Im Dezember 2012 waren fast 6.300 Personen arbeitslos gemeldet und erhielten Arbeitslosengeld II, davon übten rund 2.400 Personen einen Minijob aus. Diese, im Verhältnis zu anderen Jobcentern hohe Zahl an Mini- jobbern, veranlasste Ulrike Varnholt, Beauftrage für Chancengleichheit des Jobcenters im Kreis Soest, für Minijobber am 20. Februar 2013 eine Informationsveranstaltung in den Räumen des Jobcenters in Soest durchzu-führen.

Wir möchten, dass Sie Informationen aus erster Hand erhalten, um ihren weiteren Berufsweg planen zu können“, betonte Ulrike Varnholt in ihrer Begrüßung der 160 Anwesenden. In Ihrer Einleitung wie sie darauf hin, dass jeder seine persönlichen Gründe habe einen Minijob auszuüben. „Der Minijob kann und sollte jedoch ein Sprungbrett in eine reguläre versicherungspflichtige Beschäftigung sein.

Über die Auswirkungen der Erhöhung der Beitragsgrenze in der Rentenversicherung von 400 auf 450 Euro ab 01. Januar 2013 und mögliche Ansprüche aus der Renten-versicherung informierte Andreas Raßmann von der Deutschen Rentenversicherung. „Bevor Sie einen Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht stellen, lassen Sie sich von Fachleuten beraten. In den meisten Fällen überwiegen die Vorteile beim Verbleib in der gesetzlichen Rentenversicherung“, riet der Fachmann.

Andreas Raßmann von der Deutschen Rentenversicherung informierte die Minijobber über die Auswirkungen der Erhöhung der Beitragsgrenze und mögliche Ansprüche aus der Rentenversicherung. Foto: jobcenter aha

Andreas Raßmann von der Deutschen Rentenversicherung informierte die Minijobber über die Auswirkungen der Erhöhung der Beitragsgrenze und mögliche Ansprüche aus der Rentenversicherung. Foto: jobcenter aha

Umfangreiche Informationen zu den Rechten und Pflichten im Minijob erhielten die Zuhörer von Claudia Sterthoff vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf. Beginnend mit dem Abschluss des Arbeitsvertrages, über Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Erholungsurlaub, bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses wurden alle Themen betrachtet. „Minijobber dürfen gegenüber versicherungspflichtig Beschäftigten nicht schlechter gestellt werden“, stellte Claudia Sterthoff fest.

Anhand von verschiedenen Beispielen beantwortete Nicolai Pierau vom Jobcenter in seinem Beitrag Fragen zur Anrechnung von Arbeitseinkommen auf das Arbeitslosen- geld II. „Die Anrechnung von Einkommen ist nicht einfach nachzuvollziehen, aber ich hoffe dass Sie nach dieser Veranstaltung die Bescheide zur Einkommensanrechnung zukünftig besser verstehen werden“, so Nicolai Pierau.

Aufgrund der positiven Rückmeldung der Anwesenden wird diese Informations-veranstaltung im April 2013 ebenfalls im Jobcenter in Lippstadt angeboten. Der Termin wird rechtzeitig in der Presse bekanntgegeben.

Quelle: Pressestelle jobcenter aha