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Kreis Soest. Annette Kühlmann aus der Abteilung Umwelt des Kreises Soest zieht eine erfolgreiche Zwischenbilanz der Bekämpfung von Riesenbärenklau-Beständen in Möhnesee.

Bei fast 8.000 der zweijährigen Pflanzen wurden im Frühjahr 2013 in mehreren Aktionen und an verschiedenen Standorten die Wurzelrüben durchstochen. Sie wären sonst dieses Jahr zur Blüte gekommen und hätten Samen hervorgebracht.“ Mit der Bekämpfung wurde der Vegetationszyklus dieser Pflanze unterbrochen. Durch die Abtötung der zweijährigen Pflanzen bekamen jedoch die einjährigen Sämlinge mehr Licht und Luft für das Wachstum und entwickelten sich stärker, als wenn sie im Schatten ihrer zweijährigen „Brüder“ stehen würden. „Starke einjährige Pflanzen können dieses Jahr durchaus eine Blüte ausbilden“, berichtet Expertin Annette Kühlmann. „Sie müssen auf jeden Fall an der Samenbildung gehindert werden. Bei allen anderen einjährigen Sämlingen kann die weitere Entwicklung im Herbst oder im nächsten Frühling unterbunden werden.

Landschaftswärter Werner Leifert bei der Nachkontrolle der im April behandelten Bärenklaubestände an der Heve. Foto: Annette Kühlmann/Kreis Soest

Landschaftswärter Werner Leifert bei der Nachkontrolle der im April behandelten Bärenklaubestände an der Heve. Foto: Annette Kühlmann/Kreis Soest

Das Hauptziel, die Blüte und damit die Samenbildung der Herkulesstaude zu verhindern, wurde aber bereits erreicht, sind sich alle Beteiligten einig. Aber die Pflanze heißt nicht nur Herkulesstaude. Es ist auch eine Herkulesaufgabe, dieser Pflanze Einhalt zu gebieten. Da die Samen mehrere Jahre keimfähig bleiben, wird es in den kommenden Jahren mehrere Wiederholungen geben müssen.

Die Mitstreiter der konzertierten Aktion, die im April stattfand, planen eine Nachkontrolle in der Heveaue und an der großen Schmalenau. An anderen Standorten setzt eine Helfergruppe um Landschaftswärter Werner Leifert die Bekämpfung fort.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest