Kreis Soest. Das Gesundheitsamt wird am Samstag, 14. November 2009, zwischen 9.30 und 15 Uhr im Kreishaus in Soest 450 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gegen die so genannte Schweinegrippe impfen. Der Termin war lange ins Auge gefasst und der Bedarf per Abfrage ermittelt worden.
Weil auch im Kreis Soest die Zahl der gemeldeten Fälle deutlich steigt, gewinnt die Aktion, die Brandschutz und Rettungseinsätze auch bei einer weiter dynamischen Entwicklung gewährleisten soll, an Bedeutung.
Allein zwischen Montag, 9. November 2009, und Donnerstag, 12. November 2009, registrierte das Gesundheitsamt des Kreises Soest eine Zunahme der gemeldeten Fälle von Neuer Grippe von 65 auf 111. „Die meisten Erkrankungen zeigen einen milden Verlauf, vielfach ohne oder mit geringem Fieber. Schwerwiegende Verläufe sind selten, fast alle Betroffenen können ambulant behandelt werden. Deshalb kann man zwar von einer gravierenden Erkältungs- und Grippewelle im Kreis sprechen, aber derzeit besteht wegen der milden Verläufe kein Grund zur Besorgnis oder gar zur Panik“, betont der Leitende Amtarzt Dr. Frank Renken. „Die Impfung wird weiter empfohlen, größere Impfstoffmengen werden aber voraussichtlich erst ab Ende November kommen.“
Der Chef des Gesundheitsamtes kündigt an, dass es wegen der vielen Erkrankungen in Kürze ein geändertes Vorgehen beim Management der Krankheitsfälle geben werde: „Kontaktpersonen können wegen der ausufernden Zahlen nicht mehr isoliert oder nach Hause geschickt werden. Das gilt auch für den medizinischen Versorgungsbereich, weil ansonsten die Versorgung gefährdet werden könnte.“ Deshalb könne nur allgemein empfohlen werden, dass Kranke zuhause bleiben, bis sie zwei Tage fieberfrei sind. Bei nachgewiesener Infektion erhöhe sich diese Spanne auf maximal sieben Tage nach Beginn. Für Schulen gelte grundsätzlich zwei Tage Fieberfreiheit. Eine Verhinderung der weiteren Ausbreitung sei nicht mehr möglich, man müsse sich auf das Management der Erkrankten beschränken. „Risikopersonen sollten sich passiv schützen, also gegebenenfalls Veranstaltungen meiden“, empfiehlt Dr. Renken. „Die Einhaltung der hygienischen Grundregeln mit häufigem Händewaschen mit Wasser und Flüssigseife sowie das Husten und Niesen in Einmaltaschentücher oder in die Armbeuge sollte weiterhin eine Selbstverständlichkeit sein. Außerdem sollte man sich nicht ins eigene Gesicht fassen, um den Erregern weniger Chancen zu bieten.“
Wer Fragen zur Neuen Grippe hat, kann folgende Telefon-Hotlines anrufen: Land NRW 0180/3100210 (9 ct./Min., abweichende Tarife aus Handynetzen möglich), Bund 030/3464651 00 (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr). Die Liste der Impfärzte und weitere Informationen auf der Homepage des Kreises Soest unter www.kreis-soest.de.
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am 13. Nov 2009 und wurde einsortiert unter:
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