Kreis Soest: Heve erhält Altarm wieder

Kreis Soest. Die Sachgebiete Wasserwirtschaft und Natur- und Landschaftsschutz des Kreises Soest haben in einem gemeinsamen Projekt einen Altarm der Heve in Möhnesee wieder an den Fluss angebunden. Mit der Maßnahme werden sowohl eine Verbesserung der Ökologie, als auch eine Optimierung des Hochwasserschutzes angestrebt.

Ein Bagger hat einen Altarm wieder mit dem Flusslauf der Heve verbunden. Foto: Leifert/Kreis Soest

Ein Bagger hat einen Altarm wieder mit dem Flusslauf der Heve verbunden. Foto: Leifert/Kreis Soest

„Wir wollen erreichen, dass wieder eine naturnahe Aue mit einem vielfältigen Mosaik von standorttypischer Vegetation und auentypischen Strukturen entsteht, die gleichzeitig für die Unterlieger einen besseren Hochwasserschutz bietet“, erläutert Diplom-Ingenieur Werner Leifert, Projektleiter in der Wasserbehörde. „Entlang der Heve und des Altverlaufes finden sich Schwarzerlen. An wenigen Stellen kommen noch Reste der Krautvegetation der standorttypischen Erlenauwälder vor.“

Die Heve, deren Lauf durch die Anbindung des Altarms um 90 Meter verlängert werde, solle zu einem leitbildkonformen Fließgewässer entwickelt und eine naturnähere Überschwemmungsdynamik geschaffen werden. So sei im Altarm ein Bereich geschaffen worden, in den sich das Wasser bei Hochwasser ausdehnen kann. Außerdem sei am Rande eine Stillwasserzone entstanden. Die gesamte Maßnahme bedeute darüber hinaus eine Erhöhung des Erlebnis- und Erholungswertes dieser Wald- und Flusslandschaft inmitten des Naturparks Arnsberger Wald.

Die Kosten für die Maßnahme, die flussaufwärts von Neuhaus in der Gemarkung Völlinghausen von dem Hammer Landschaftsbauunternehmen Opitz durchgeführt wurde, belaufen sich auf 7.000 Euro. Sie wird vom Land mit 80 Prozent bezuschusst.

Bei der Begradigung und dem Ausbau der Heve waren in den 1930er Jahren Schlingen abgetrennt worden. Der Verlauf der Altarme ist heute noch anhand von Strukturen im Gelände gut zu erkennen und in topographischen Karten dargestellt. Werner Leifert: „Die Heve weist in diesem Bereich einen unnatürlich geraden Verlauf auf und die Fließgeschwindigkeit hat sich enorm erhöht.“ Der Flussabschnitt ist durch ein starkes Sohlgefälle gekennzeichnet. Typische Strukturen wie Kolke und Schotterbänke fehlen in diesem Bereich. In den Altschlingen lässt sich die Sohlhöhe vor dem Ausbau der Heve gut nachvollziehen. Sie liegt 10 bis 40 Zentimeter über dem heutigen Gewässergrund.

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Veröffentlicht von: Redaktion am 16. Nov 2009 und wurde einsortiert unter:
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