Kreis Soest. Während der tollen Tage hat der Kreisjugendschutz in den Narrenhochburgen Welver, Geseke, Lippetal, Rüthen und Möhnesee umfangreiche Kontrollen durchgeführt.
Mit im Boot waren die jeweiligen Ordnungsbehörden und Beamte der Kreispolizei. „Wohl aufgrund der frostigen Temperaturen waren weniger Jugendliche unterwegs. Nichtsdestoweniger haben wieder viel zu viele junge Menschen viel zu viel getrunken“, zieht Ulf Pabst, im Kreisjugendamt zuständig für den Jugendschutz, eine durchwachsene Bilanz.
Er freut sich darüber, dass bei fast allen Karnevalsumzügen wenig bis gar kein Alkohol von den Wagen verteilt worden sei. „Da hat unser eindringlicher Appell offensichtlich gefruchtet. So wird es für die Kinder und Jugendlichen natürlich schwerer an Schnaps und Bier zu kommen“, resümiert Pabst. Leider sei immer wieder festzustellen, dass Erwachsene sich nicht korrekt verhielten und sogar Eltern ihre minderjährigen Zöglinge mit Alkoholika versorgten. Pabst: „In einem Fall überreichte ein Vater seinem 16-jährigen Sohn in unserer Gegenwart sogar eine Flasche Schnaps. Natürlich sind wir eingeschritten, und der Vater nahm nach einem eingehenden Gespräch den Alkohol wieder mit.“
Nicht immer habe frühzeitig interveniert werden können. Etwa ein halbes Dutzend Kinder und Jugendliche sei nach Alkoholmissbrauch in Krankenhäuser eingeliefert worden. Es habe sich wieder einmal gezeigt, dass nur eine Politik vieler kleiner Schritte Erfolg haben könne. Pabst: „Wir werden in diesem Sinne unsere Arbeit fortsetzen und zum Beispiel weiter Vereinbarungen mit Vereinen und Veranstaltern treffen, konsequent auf die Bestimmungen des Jugendschutzes zu achten.“
Ausdrücklich lobt der Jugendschützer die gute Zusammenarbeit mit den anderen Beteiligten: Die Kooperation mit Ordnungsämtern, Polizei und Rettungsdienst hat prima geklappt.
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Welcher Redakteur hat diesen Beitrag veröffentlicht? Veröffentlicht von: Redaktion
am 17. Feb 2010 und wurde einsortiert unter:
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