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Kreis Soest (kso.2016.12.10.528.jm/rn). Im Mai und Juni 2017 gilt es für 27 Kreisdörfer die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ mit ihren örtlichen Angeboten und ihrem vielfältigen Gemeinschaftsleben zu überzeugen. Am Samstag [10. Dezember 2016] standen in Warstein-Hirschberg neben Informationen und Tipps zum Wettbewerb auch Fachvorträge zum Themenschwerpunkt „Kinder, Jugendliche und junge Familien“, der im 25. Kreiswettbewerb besonders im Fokus steht, im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung.

Landrätin Eva Irrgang unterstrich in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Dorfwettbewerbs: „Aktive Dorfgemeinschaften sind ein wesentlicher Faktor, um unsere Kreisdörfer auch zukünftig attraktiv und lebenswert zu erhalten. Für die Bereitschaft der Dorfbevölkerung sich den gesellschaftlichen Veränderung zu stellen, die Herausforderungen anzunehmen und für den damit verbundenen hohen eigenen Einsatz, danke ich Ihnen, als Vertreter Ihrer Dörfer, recht herzlich.

Warsteins Bürgermeister Dr. Thomas Schöne kennzeichnete den Wettbewerb als nicht mehr wegzudenkende Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements für die dörflichen Einheiten in unseren Städten und Gemeinden. „Hier werden innovative Ideen für das Leben und Wohnen im Dorf ausgezeichnet, und ganz nebenbei wird das Gemeinschaftsleben nachhaltig gestärkt“, betonte Dr. Schöne.

Die Moderation der Veranstaltung übernahm Dr. Jürgen Wutschka, Leiter der Koordinationsstelle Regionalentwicklung. „In Zeiten, in denen Sicherheitsfragen tagtäglich die Medien beherrschen, findet eine Rückbesinnung auf die Region, auf das eigene Lebensumfeld, die Heimat statt. Dabei übernehmen die Dörfer eine ganz wichtige Funktion. Sie können nämlich den Städtern in Sachen Lebensqualität etwas vorleben und den Wettbewerb als Motor für die Entwicklung nutzen“, zeigte Dr. Wutschka die Bedeutung einer Wettbewerbsteilnahme auf.

Kommissionsvorsitzender Rolf Meiberg erläuterte die Neuerungen der Bewertungskriterien. Nicht nur die Bewertungsbereiche wurden von sechs auf vier zusammengeführt, sondern auch die Gewichtung bei der Punktebewertung wurde verändert. „Der Schwerpunkt wird im kommenden Wettbewerb eindeutig bei den bürgerschaftlichen Aktivitäten und den zukunftsorientierten Planungen und Maßnahmen für alle Dorfbewohner liegen“, teilte der Kommissionsvorsitzende den Zuhörern mit.

Landrätin Eva Irrgang (4. v. r.) freute sich zusammen mit dem Warsteiner Bürgermeister, Dr. Thomas Schöne (3. v. l.), Dr. Jürgen Wutschka (r., Leiter Koordinierungsstelle Regionalentwicklung), Rolf Meiberg (3. v. r., Vorsitzender Bewertungskommission), Jutta Münstermann (2. v. r., Organisatorin des Wettbewerbs im Soester Kreishaus), Renate Dicke (5. v. r., Organisationsteam Kreis Soest) und Hirschbergs Ortsvorsteher, Franz Linneboden (l.), über das große Interesse am Dorfwettbewerb 2017 und die große Teilnehmerzahl. Die Referenten des Abends waren Nina Groß (5. v. l.), Kai Schweitzer (4. v. l., beide „Hofkinder Schallern“), Franz Pieper (6. v. l., Vorsitzender Kulturring Störmede e.V.) sowie Stefan Enste (2. v. l., „Bilsteintal e. V.“). Foto: © Thomas Weinstock / Pressestelle Kreis Soest

Landrätin Eva Irrgang (4. v. r.) freute sich zusammen mit dem Warsteiner Bürgermeister, Dr. Thomas Schöne (3. v. l.), Dr. Jürgen Wutschka (r., Leiter Koordinierungsstelle Regionalentwicklung), Rolf Meiberg (3. v. r., Vorsitzender Bewertungskommission), Jutta Münstermann (2. v. r., Organisatorin des Wettbewerbs im Soester Kreishaus), Renate Dicke (5. v. r., Organisationsteam Kreis Soest) und Hirschbergs Ortsvorsteher, Franz Linneboden (l.), über das große Interesse am Dorfwettbewerb 2017 und die große Teilnehmerzahl. Die Referenten des Abends waren Nina Groß (5. v. l.), Kai Schweitzer (4. v. l., beide „Hofkinder Schallern“), Franz Pieper (6. v. l., Vorsitzender Kulturring Störmede e.V.) sowie Stefan Enste (2. v. l., „Bilsteintal e. V.“). Foto: © Thomas Weinstock / Pressestelle Kreis Soest

Jutta Münstermann vom Organisationsteam Dorfwettbewerb stellte die Teilnehmer der Bewertungsjury, die Bereisungstage der Dörfer und die Aufteilung der Preisgelder vor. Sie erläuterte auch die Tipps zur Gestaltung der Dorfpräsentation: „Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit sind die Schlagwörter, die im Rahmen des Wettbewerbes, bei der Dorfpräsentation mit Leben gefüllt werden sollten. Dies sind Planungen und Projekte, die sich auch langfristig positiv auf die natürlichen und gesellschaftlichen Lebensbedingungen der Dorfbewohner auswirken. Hier geben, neben den konkreten dörflichen Maßnahmen, auch die Datenerhebungen im Rahmen der Erstellung der Dorfinnenentwicklungskonzepte gute Anhaltspunkte, die auch für die Präsentation der Dörfer im Wettbewerb genutzt werden können.

Den weiteren Verlauf der Veranstaltung bestimmten Informationen zu zeitgemäßen Kinderbetreuungsangeboten im ländlichen Raum, ein in der Umsetzung befindlichen dörflichen Wohnangebot für Jung und Alt sowie am Beispiel „Bilsteintal“ die Erfahrungen als Standort für Ausbildungs- und Bildungsangebote.

Stefan Enste aus Warstein gab Hintergrundinformationen zu den Zielen des „Bilsteintal e.V.“ Der Verein hat sich zur Aufgabe gestellt, Jung und Alt an die Besonderheiten der Natur- und Kulturlandschaft heranzuführen – unter dem Motto: „Landschaft lesen lernen“. Führungen und Exkursionen durch das Bilsteintal und die Bilsteinhöhle können übers ganze Jahr gebucht werden, Themenbeispiele sind z. B. Landschaft und Wald erfahren, Phänomene erkennen und erkunden.

Nina Groß und Kai Schweitzer aus Erwitte-Schallern erläuterten ihr Konzept der Kindertagespflegestelle „Hofkinder Schallern“ und stellten anhand zahlreicher Bilder ihre Einrichtung vor. Besonderes Merkmal der Betreuungseinrichtung ist der Bezug zu Tieren und zur Natur. Auf der Hofstelle befinden sich neben Hühnern auch Gänse, Schweine und Schafe.

Franz Pieper aus Geseke-Störmede zeigte auf, dass auch ein schon weitgehend durchdachtes Konzept immer wieder mit den örtlichen Bedingungen und den Wünschen der Nutzer abgeglichen und angepasst werden muss – Der Wandel vom „Seniorengerechten Wohnangebot auf dem Dorf“ zum „Allengerechten Wohnangebot“.

Mit 27 angemeldeten Dörfern im Kreiswettbewerb und den aktuellen Vorgaben zum Dorfwettbewerb des Landes NRW konnte die bewährte Einteilung in zwei Gruppen (kleine Dörfer bis 800 Einwohner und große Dörfer mit 801 bis 3.000 Einwohnern) beibehalten werden. Die jeweiligen Gruppensieger nehmen dann in 2018 am Landeswettbewerb teil. Alle Teilnehmer gewinnen für ihre Platzierungen Preisgelder. Die ersten drei Gewinnerdörfer in ihrer jeweiligen Gruppe bekommen zwischen 1.500 und 2.000 Euro, alle weiteren Viertplatzierten erhalten, voraussichtlich 650 Euro. Zudem gibt es in diesem Jahr wieder, auch dank der externen Sponsoren, eine Vielzahl von Sonder- und Themenpreisen.

Die Bereisung der Bewertungskommission erfolgt an neun Bereisungstagen in der Zeit vom 22. Mai 2017 bis zum 14. Juni 2017. Die Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung findet am 23. Juni 2017 in Möhnesee-Hewingsen statt.

Folgende 27 Dörfer haben sich für den Wettbewerb angemeldet:

Gemeinde Anröchte:

Altenmellrich, Berge, Robringhausen,

Stadt Erwitte:

Merklinghausen-Wiggeringhausen, Schmerlecke, Seringhausen, Horn-Millinghausen, Stirpe,

Stadt Geseke:

Bönninghausen, Eringerfeld, Ehringhausen, Langeneicke, Mönninghausen, Störmede,

Stadt Lippstadt:

Mettinghausen-Niederdedinghausen-Rebbecke,

Gemeinde Möhnesee:

Günne, Hewingsen,

Stadt Rüthen:

Altenrüthen, Nettelstädt, Kallenhardt, Oestereiden,

Stadt Soest:

Meiningsen, Ampen,

Stadt Warstein:

Allagen,

Gemeinde Welver:

Flerke, Schwefe

Stadt Werl:

Sönnern.

Weitere Informationen zum Dorfwettbewerb gibt es auf der Internetseite des Kreises Soest, www.kreis-soest.de.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest
Foto: © Thomas Weinstock / Pressestelle Kreis Soest