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Kreis Soest (kso). Aus gegebenem Anlass rät das Gesundheitsamt des Kreises Soest den Impfschutz gegen Masern, Mumps und Röteln vor den beginnenden Sommerferien dringend zu überprüfen. In den vergangenen Wochen ist es deutschlandweit insbesondere bei Schulkindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Masern-Neuerkrankungen gekommen. Bereits über 900 Fälle sind gemeldet worden. Auch in Nordrhein-Westfalen wurden Fälle von Ansteck- ungen mit dem Virus gemeldet.

Besonders auf Grund der beginnenden Sommerferien, die vor allem viele Kinder in Ferienfreizeiten und Kinderlagern verbringen, ist ein Blick in den Impfausweis sinnvoll. Die aktuelle Situation hat leider zur Folge, dass man in diesem Jahr eine höhere Ansteckungs-gefahr hat. „Gerade In Ferienlagern treffen sich Kinder aus allen Teilen Deutschlands. Bei der Vielzahl der Kontakte, die in Ferieneinrichtungen und an Urlaubsorten stattfinden, ist nicht auszuschließen, dass sich Kinder sowie Erwachsene, die nicht ausreichend geimpft sind oder nach einer Infektion Schutz haben, mit Masern infizieren“, erläutert Dr. Frank Renken, Leiter des Kreisgesundheitsamtes und rät dringend zur Überprüfung des Impfschutzes.

Obwohl Masern zu den „Kinderkrankheiten“ zählen, bedeutet es nicht, dass es sich um eine harmlose Infektion handelt. Im Rahmen der aktuellen Ausbrüche sind 20 bis 30 Prozent der erkrankten Kinder stationär behandlungsbedürftig gewesen. Masern können schwer-wiegende Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündungen auslösen.

Kinder sollten bis zu ihrem zweiten Geburtstag zwei Impfungen gegen Masern in Kombination mit Mumps und Röteln (MMR) erhalten haben. Große Impflücken bestehen bei jungen Erwachsenen. Wer im Gesundheitsdienst, der Betreuung von immunschwachen Menschen oder in Gemeinschaftseinrichtungen tätig ist, sollte ebenfalls kontrollieren, ob ein Schutz gegen Masern besteht. Bei unklarem Impfstatus, nur einer oder keiner Impfung ist eine MMR-Impfung empfohlen. Ein Blick in den Impfausweis genügt oft, um zu erkennen, ob ein ausreichender Schutz vorhanden ist oder eine Impflücke geschlossen werden muss.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest