Print Friendly, PDF & Email

Kreis Soest. Eine bundesweite Kampagne des Wirtschaftsrates der CDU e. V. heißt „Mehr Privat für einen starken Staat“. Vor diesem Hintergrund sah sich dessen Sektion Lippstadt/Soest mit ihrem Sprecher Christoph Hackländer (Rüthen) im neuen Rettungszentrum des Kreises Soest als ein Paradebeispiel für ein gelungenes PPP-Projekt (Public Private Partnership) um. 25 Mitglieder ließen sich von Dezernent Ralf Hellermann, Richard Weller, Berater im PPP-Verfahren, und Investor Falko Derwald informieren.

Ralf Hellermann, Dezernent für Ordnung, Gesundheits- und Verbraucherschutz, stellte heraus, dass die Ziele, die der Kreis mit der Realisierung über PPP anvisiert habe, erreicht worden seien. Mit diesem Modell habe die regionale Wirtschaft eingebunden werden können. Über 60 Prozent der Aufträge seien an heimische Unternehmen vergeben worden (55 Prozent des Investitionsvolumens). Der Wirtschaftlichkeitsvorteil des PPP-Projektes gegenüber der herkömmlichen Finanzierungsvariante betrage 7,9 Prozent. Außerdem habe es bei der Bauphase eine enorme Zeiteinsparung gegeben. Ausdrücklich lobte der Dezernent in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit der Dortmunder Derwald-Unternehmensgruppe als Investor.

Abteilungsleiter Hans-Peter Trilling (l.) und Dezernent Ralf Hellermann (2.v. l.) stellten beim Rundgang durchs Rettungszentrum den Mitgliedern der Sektion Lippstadt/Soest des Wirtschaftsrates der CDU zunächst die Kreisleitstelle vor. Foto: Wilhelm Müschenborn/Kreis Soest

Deren Geschäftsführer Falko Derwald kennzeichnete sein Unternehmen als Spezialisten für PPP. Er konnte bereits auf erfolgreiche neue Projekte nach dem Soester Rettungs-zentrum verweisen, so auf das Hautzollamt in Münster. Richard Weller, Geschäftsführer der VALTEQ makon GmbH, Stuttgart, verdeutlichte in seinem Vortrag die Komplexität des PPP-Verfahrens sowie die akribische und sorgfältige Vorgehensweise im Zuge der Realisierung des Rettungszentrums Soest.

Hans-Peter Trilling, Abteilungsleiter Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz, führte die Gäste des CDU-nahen unternehmerischen Berufsverbandes durch den im September 2011 fertig gestellten Gebäudekomplex. Die gemeinsame Unterbringung von vier Einrichtungen der Gefahrenabwehr plus Veterinärdienst gilt als Konzept mit landes-weitem Pilotcharakter. Die Rettungsleitstelle, der Katastrophenschutz, verschiedene Einrichtungen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr, der Veterinärdienst sowie bald auch die Kreispolizeileitstelle sind im integrierten Rettungszentrum zu finden. Das Gebäude hat eine Grundfläche von 3.610 und eine Nutzfläche von 5.864 Quadratmetern. Der umbaute Raum umfasst 37.000 Kubikmeter. Der markante Schlauchturm ragt 20,45 Meter in die Höhe. Für das Rettungszentrum wurden rund 16 Mio. Euro investiert. Zusätzliche 2,36 Mio. Euro flossen in die Modernisierung der Technik der Rettungs-leitstelle.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest