Print Friendly

Kreis Soest (kso.2016.02.11.055.-rn). Es war eine gelungene Generalprobe. Rund 50 Frauen und auch eine Handvoll Männer fanden sich am Donnerstag [11. Februar 2016] pünktlich um 09:30 Uhr im Kreishaus ein, um für die Teilnahme an der weltweiten Kampagne „One Billion Rising“ zu proben, die sich gegen Unterdrückung und Gewalt an Frauen und Mädchen richtet. Gemeinsam sollen alle Interessierten am Sonntag [14. Februar 2016] um 12 Uhr den Tanz „Break the chain“ auf dem Soester Marktplatz aufführen und so ein Zeichen setzen.

Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen, das Frauenhaus Soest und die Kreiskooperationsrunde gegen häusliche Gewalt des Kreises ziehen für diesen Zweck zum dritten Mal an einem Strang. Stefanie Feldmann vom Soester Ballettstudio hat sich als Fachfrau in den Dienst der guten Sache gestellt. Sie startete die Probe im Kreishaus-Foyer mit einem Warm-up. Dann wurde es ernst und sie studierte mit den Tänzerinnen und Tänzern die Choreografie für „Break the chain“ ein, die sie sich ausgedacht hat.

Rund 50 Frauen und auch eine Handvoll Männer fanden sich am Donnerstag [11. Februar 2016] pünktlich um 9:30 Uhr im Kreishaus ein, um für den Tanz auf dem Soester Marktplatz zu proben, mit dem am kommenden Sonntag die weltweite Kampagne „One Billion Rising“ unterstützt werden soll. Foto: © Wilhelm Müschenborn / Kreis Soest

Rund 50 Frauen und auch eine Handvoll Männer fanden sich am Donnerstag [11. Februar 2016] pünktlich um 9:30 Uhr im Kreishaus ein, um für den Tanz auf dem Soester Marktplatz zu proben, mit dem am kommenden Sonntag die weltweite Kampagne „One Billion Rising“ unterstützt werden soll. Foto: © Wilhelm Müschenborn / Kreis Soest

Tanzaktionen zu den Klängen von „Break The Chain“ gibt es am 14. Februar im Kreisgebiet übrigens auch in Lippstadt (12 Uhr auf dem Rathausplatz) und in Warstein-Belecke (15 Uhr auf dem Wilkeplatz). Das ist auf der Aktionskarte im Netz unter www.onebillionrising.de nachzuvollziehen.

Das Projekt „One Billion Rising“ wurde 2012 gestartet, nachdem in einer Veröffentlichung der Vereinten Nationen bekannt geworden war, dass global betrachtet eine von drei Frauen im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt wird. Aus Empörung darüber, dass umgerechnet weltweit eine Milliarde Frauen Gewalt ausgesetzt sind, entstand eine soziale Bewegung, die für mehr Gerechtigkeit für Frauen und Mädchen eintritt. Weltweit wurden Frauen und Männer dazu aufgerufen im Tanz ihren Protest gegen geschlechtsspezifische Gewalt auszudrücken.

Über 5.000 Organisationen in über 160 Ländern beteiligen sich an der Aktion. „One billion rising ist ein Akt weltweiter Solidarität. Da wir durch unsere Arbeit täglich erfahren, dass ein gewaltfreies Leben für Frauen in Deutschland und auch im Kreis Soest keine Selbstverständlichkeit ist, schließen wir uns zum dritten Mal der Aktion an“, betonen die Organisatorinnen und Organisatoren. „Am 14. Februar erheben sich Frauen und Männer in aller Welt, auf jedem Kontinent, in über 199 Ländern und in Deutschland inzwischen in über 160 Städten, um ein neues Bewusstsein und das Ende dieser Gewalt zu fordern.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest