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Kreis Soest. Gerade in unserer stressgeplagten Industriegesellschaft gibt es verständlicherweise ein immer größeres Bedürfnis nach Naturerlebnis und -erfahrung. „Die Landschaft ist in ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit auch wegen ihrer Bedeutung als Erlebnis- und Erholungsraum für den Menschen zu sichern“ so lautet deshalb eine der Vorgaben des Landschaftsgesetzes für das Land NRW.

Die naturverträgliche Erholung und Freizeitnutzung ist eines der ganz zentralen Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes. Da nur derjenige Mensch, der die Natur erlebt und erfahren hat, die Natur schützen wird, kann die Umwelt in gewissem Maße umgekehrt auch von einem sanften Naturtourismus profitieren. „Außer dem Möhnesee und dem Arnsberger Wald gibt es im Kreis Soest noch eine ganze Reihe von anderen sehenswerten Natur- und Kulturlandschaften, die zwar weniger bekannt sind, die sich aber auf jeden Fall zu entdecken lohnen“, weiß Marianne Rennebaum, Leiterin des Sachgebietes Natur- und Landschaftsschutz im Soester Kreishaus.

Im Bibertal in Rüthen, hier spielende Kinder im Biberbach, ist ein Naturschutzgebiet geplant. Foto: Birgit Kraft-Pankoke

Beispielhaft sind hier zu nennen: das Naturschutzgebiet Lörmecketal bei Kallenhardt mit den faszinierenden Höhlen- und Felsformationen des „Hohen und Hohlen Stein“, das Naturschutzgebiet Woeste bei Ostinghausen mit dem einzigen größeren Niedermoorgebiet in der Soester Börde, der Muckenbruch bei Bad Westernkotten, das idyllische Bibertal bei Rüthen, die Lippeaue von Lippstadt bis Welver mit ihren verschiedenen Naturschutzgebieten, die artenreichen Laubwälder des Prövenholzes und des Eringerfelder Waldes in Geseke sowie der ehemalige Truppenübungsplatz bei Büecke.

Eine imposante Naturkulisse erhebt sich am „Hohen Stein“ bei Rüthen-Kallenhardt. Foto: Thomas Weinstock

Während sich die vorgenannten Bereiche sehr gut auf eigene Faust erkunden lassen, sollte dies in anderen Naturschutzgebieten im Kreis Soest wie dem Stockheimer Bruch in Geseke, den ehemaligen Klärteichen bei Hattrop, dem Zachariassee in Lippstadt oder dem Pöppelschetal in Erwitte und Rüthen unter fachkundiger Begleitung durch einen Naturschutzgebietsbetreuer geschehen.

Zu den Hauptfreizeitaktivitäten in der Natur zählen das Wandern, Rad fahren, Reiten und Boot fahren, aber auch das GPS-Geocaching gewinnt immer mehr Anhänger. Bei allen Aktivitäten ist die Beachtung bestimmter Grundregeln und der Bestimmungen für das Naturschutzgebiet wichtig, damit die Natur nicht unnötig belastet wird. Das eigene Stückchen „unberührter Natur“, das die meisten Naturliebhaber gerade suchen, lässt sich nur bei rücksichtsvollem Verhalten erhalten. Es sollte in allen Naturschutz-gebieten deshalb selbstverständlich sein, nur die Wege zu betreten, Beschränkungen für das Boot fahren zu beachten, keine Müllberge zu hinterlassen oder Hunde nicht unangeleint laufen zu lassen. Pflanzen wie Orchideen oder Bärlauch dürfen natürlich nicht der Natur entnommen werden, sondern können kostengünstig von der Gärtnerei bezogen werden.

In den Laubwäldern am Möhnesee kann man im Frühling eine wahre Blütenpracht bestaunen. Foto: Naturpark Arnsberger Wald

Wenn es Fragen darüber gibt, was in einem bestimmten Schutzgebiet besonders zu beachten ist, so hilft die Umweltabteilung des Kreises Soest unter der Telefonnummer 02921-302237 gerne weiter. Als Tipp für interessierte Naturliebhaber weist die Umweltabteilung des Kreises Soest auf folgende Informationsmöglichkeiten für Naturerkundungen in der Region hin: Unter der Internetadresse www.nua.nrw.de gibt es Hinweise zu verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der NaturErlebnisWoche NRW. Unter www.abu-naturschutz.de sind in der Terminübersicht die angebotenen Exkursionen der Biologischen Station des Kreises Soest aufgeführt. Die Exkursionen im Arnsberger Wald finden sich unter www.naturpark-arnsberger-wald.de. Die zahl- reichen Veranstaltungen des Landschaftsinformationszentrums in Möhnesee-Günne können unter www.liz.de eingesehen werden.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest