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Kreis Soest (kso.2016.05.11.195.-rn). Der Ausschuss für Bildung, Integration, Schule und Sport hat am 10. Mai 2016 im Hubertus-Schwartz-Berufskolleg einstimmig beschlossen, durch das Kommunale Integrationszentrum (KI) Mittel des Landesförderprogramms „KommAn-NRW“ zur Förderung der Flüchtlingsintegration in den Kommunen zu beantragen. Ebenso einhellig wurde die Einrichtung einer kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte durch das KI mit Hilfe eines Förderprogramms des Bundesbildungsministeriums befürwortet.

Der Kreistag hatte bereits die Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit im Flüchtlingsbereich beschlossen. Passenderweise verfolgt das Programm „KommAn-NRW“, das für 2016 und 2017 aufgelegt wurde, diesen Ansatz auch. Mit dem Programm sollen die Kommunen bei der Integration der Flüchtlinge vor Ort, aber auch die ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten Helferinnen und Helfer stärker unterstützt werden. Die Politikerinnen und Politiker des Ausschusses knüpften vor diesem Hintergrund ihre Zustimmung an die Bedingung, die Antragstellung eng mit den Kommunen abzustimmen.

Bei einer erfolgreichen Antragstellung könnten 15.000 Euro für Umsetzung von Maßnahmen durch das Kommunale Integrationszentrum und weitere 131.093 Euro zur Weiterleitung an die Kreiskommunen und berechtigte Initiativen fließen. Außerdem werden projektbezogen beim KI befristet 1,5 Stellen finanziert. Das neue Programm „KommAn-NRW“, das auf zwei bereits umgesetzten Landesförderungen aufbaut, gibt die organisatorische Anbindung an die Kommunalen Integrationszentren vor.

Bei einer Förderzusage des Bundesministeriums für die Einrichtung der kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte durch das KI werden projektbezogen befristet zwei Stellen bezuschusst. Ziel des Programms ist es, die Integration der Flüchtlinge in den Kommunen, durch die Einrichtung von zentralen Koordinierungsstellen zu unterstützen. Dadurch sollen Zugänge zum Bildungssystem verbessert, Bildungsangebote aufeinander abgestimmt und datenbasiert gesteuert werden. Die Förderrichtlinie zielt dabei auf ein verbessertes Management im gesamten Themenfeld Integration durch Bildung. Eine Antragstellung ist nur durch Kreise und kreisfreie Städte möglich.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest