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Kreis Soest (kso.2013.05.29.265.mm/-rn). Der Kreis Soest treibt die Renaturierung der Möhne voran und schlägt dabei zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn die Maßnahmen bringen auch was für den Hochwasserschutz. Aktuell nimmt das Sachgebiet Wasserwirtschaft die Umgestaltung von sechs so genannten Querbauwerken in Völlinghausen, Belecke und Rüthen in Angriff. Und zwar so, dass unter anderem die Wandermöglichkeiten für Fische und Kleintiere verbessert werden.

Durch Laufverlängerungen sollen Hindernisse in der Möhne bei Rüthen umgangen werden. Foto: Kreis Soest

Durch Laufverlängerungen sollen Hindernisse in der Möhne bei Rüthen umgangen werden. Foto: Kreis Soest

Der Bagger rollt ab Donnerstag, 6. Juni 2013, an der Kläranlage Völlinghausen, in Belecke an der Max-Planck-Straße und in Rüthen nahe des Sägewerks Fisch sowie am Busparkplatz an der L 776. „Das Wasserrecht fordert bis Ende 2015 einen guten ökologischen und chemischen Zustand der Gewässer“, erläutert Diplom-Ingenieur Markus Mihatsch, im Sachgebiet Wasserwirtschaft der Kreisverwaltung Soest zuständig für die Planung, den Hintergrund der Bautätigkeit.

Die Baumaßnahme im Bereich Völlinghausen verbessert die Struktur des Gewässerbetts. Das soll dazu führen, dass die Fließgeschwindigkeit an der dort vorhandenen Schwelle kleinräumig vermindert wird. In Belecke wird aus Natursteinen ein „Beckenriegelpass“ in die Möhne eingebaut, um Fischen und Kleintieren die Wanderung über die derzeit noch vorhandene Stufe zu ermöglichen. In Rüthen entstehen vier Laufverlängerungen um vorhandene Querbauwerke. Markus Mihatsch: „So wird neben der ökologischen Durchgängigkeit Retentionsraum geschaffen und das Hochwasser für die Unterlieger vermindert. Durch die Laufverlängerungen erhält das Gewässer wieder Strukturen, die Grundlage für Erhalt und Verbesserung der ökologischen Vielfalt sind. In der Vergangenheit wurde die Möhne begradigt und die Ufer befestigt. Dadurch gingen die für viele Arten die notwendigen Strukturen zu einem großen Teil verloren. Für den guten ökologischen Zustand der Möhne werden diese wieder geschaffen.“

Mit den Baumaßnahmen hat der Kreis die Firma Hilgenroth aus Sundern beauftragt. Bei den Baggerarbeiten kann es zu Gewässertrübungen kommen. „Die Trübungen werden durch den Bauablauf das geringe Maß reduziert, zu dem es auch bei Hochwasser durch die Natur kommt. So ist nicht mit einer Beeinträchtigung der Lebewesen im Wasser zu rechnen“, versichert Markus Mihatsch. Die örtliche Bauleitung erfolgt durch das Ingenieurbüro für Wasserwirtschaft Wolfgang Klein aus Warstein-Allagen.

Weitere Informationen erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Anlieger bei Markus Mihatsch im Sachgebiet Wasserwirtschaft, Telefon 02921/302208, informieren.

Quelle: Kreis Soest