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Kreis Soest. Die Arbeitsgruppe „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ der Lokalen Bündnisse für Familie im Kreis Soest hat während einer Zusammen- kunft unter Leitung von Kreisjugendamtschefin Gudrun Hengst ihre Ziele für 2013 definiert. Wie kann der Übergang vom Kindergarten in die Schule besser gestaltet werden? Welche Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen am Nachmittag sind realistisch und notwendig? Welche Möglichkeiten bieten die Jugendzentren? Diese Fragen sollen beantwortet werden.

Die neuen Kreisjugendamtsmitarbeiterinnen Sinaida Bayer (Koordination Lokale Bündnisse für Familie im Kreis Soest) und Diana Olthuis (Fachberatung Kindertages-einrichtungen) nutzten das erste Treffen des Jahres, um sich vorzustellen. Vertreten waren Kindertageseinrichtungen, AWO, Agentur für Arbeit, Gleichstellungsstelle Werl, VHS Soest, Fachberatungen Kreis Soest, Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, Competentia.NRW, Stadt Soest sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gilt immer noch als eine der wichtigsten politischen Aufgaben. Die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands ist jedenfalls dieser Meinung, wie der „Monitor Familienleben 2012“ ausweist. Sinaida Bayer erläuterte diesen Bericht des Allensbacher Archivs. Im Vergleich zu 2010 hat sich die Einstellung dazu kaum verändert. Rund drei Viertel der Bevölkerung (74 Prozent) sind sogar der Auffassung, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu den wichtigsten Aufgaben der Familienpolitik zählt.

Das Themenforum „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ hat sich auf die Fahnen geschrieben, Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder zu unterstützen, damit sie unbesorgt ihrer Berufstätigkeit nachgehen können. Dabei spielen Themen wie der Ausbau und die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungsangebote oder die Schaffung zusätzlicher Plätze in Ganztagskindergärten und -schulen eine Rolle. Die älter werdende Gesellschaft macht die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ebenso wichtig. 68 Prozent der Bevölkerung wünschen sich ausweislich des Monitors folgerichtig mehr Unterstützung von Personen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen.

Drei Arbeitsgruppen der Lokalen Bündnisse, die Sinaida Bayer vorstellte, behandeln die Themen „Familienfreundliche Unternehmen“, „Aktiv im Alter“ und „Aktiv im Ehrenamt“. Gudrun Hengst erläuterte die 2012 vom Kreisjugendamt entwickelten „Trägerüber-greifenden Grundsätze zur Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen und in Kindertagespflege“. Dieses Papier, das bei Unterstützung des Bundesprogramms „Anschwung für frühe Chancen“ gemeinsam mit Professor Dr. Irene Dittrich als externe Expertin erarbeitet worden war, hat der Jugendhilfeausschuss mittlerweile verabschiedet.

Wer Interesse hat, in der Arbeitsgruppe mitzuarbeiten, kann sich an Sinaida Bayer, Telefon 02921/303402, E-Mail sinaida.bayer@kreis-soest.de wenden.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest