Print Friendly, PDF & Email

Kreis Soest (kso.2013.02.20.080.sb/-rn). Bei etwa 20 Prozent der Kinder in Deutschland finden sich Anhaltspunkte für psychische Probleme. Steigt dieser Anteil oder ist er konstant?

Was ist „normal“ und was ist ein Anzeichen für eine Erkrankung? Eine weitere Fachtagung der Reihe „Trotz allem…! Großwerden gelingt“ bietet am Dienstag, 12. März 2013, 9.15 bis 15 Uhr, in der Stadthalle Soest interessierten Akteuren der Bereiche Jugendhilfe, Bildung, Gesundheit und Soziales Antworten auf diese Fragen.

Das Soester Kreisjugendamt veranstaltet die Fachtagung „Was ist schon normal?“ in Zusammenarbeit mit den Lokalen Bündnissen für Familie und dem Kreisverband Soest des Kinderschutzbundes. Nach der Begrüßung durch Vizelandrätin Irmgard Soldat beschäftigt sich ab 10 Uhr Dr. med. Khalid Murafi, Chefarzt der Klinik und Tagesklinik Walstedde, mit dem Thema „Seelisch erkrankte Kinder und Jugendliche im pädagogischen Kontext – Einzelfall oder Alltag?“ Im pädagogischen Alltag treten immer häufiger Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen auf, die als auffällig gedeutet werden. Was ist „noch normal“ und was ist bereits als deutliches Anzeichen für eine psychische Erkrankung anzusehen? Fachkräfte sind oft erste Ansprechpartner für ratsuchende Eltern oder sie nehmen als erste die Verhaltensauffälligkeiten wahr. Doch was bedeutet eine psychische Erkrankung für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen?

Nachmittags ab 13 Uhr geht es um „Behandlungsmöglichkeiten, Chancen, Grenzen, Risiken: Kinderpsychiatrische Behandlung aus der Sicht einer großen Versorgungsklinik“. Dazu referiert Professor Dr. Dr. med. Martin Holtmann, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik in Hamm. Psychische Erkrankungen, die im Kindes- und Jugendalter auftreten, sind vielfältig und erfordern umfassende und unterschiedliche Verfahren zur Diagnostik und verschiedene Therapiemethoden. Welche Behandlungsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt es und welche Anschlussbehandlungen sind möglich? Wie gelingt eine gute Zusammenarbeit zwischen Klinik und den unterschiedlichen Professionen aus dem Jugend-hilfe-, Bildungs-, und Sozialbereich? Zeit zum Austausch und zur Reflexion über die aufgeworfenen Fragen bietet der letzte Teil der Veranstaltung ab 14.30 Uhr.

Es wird ein Teilnehmerbeitrag von zehn Euro erhoben, der vor Ort in bar zu entrichten ist.

Der Betrag kommt in voller Höhe der Kinder- und Jugendhospizstiftung Balthasar in Olpe zu Gute gespendet. Anmeldungen zum 1. März 2013 an die E-Mail-Adresse

sinaida.bayer@kreis-soest.de. Weitere Informationen in Kreisjugendamt bei Sinaida Bayer (Lokale Bündnisse für Familie im Kreis Soest), Telefon 02921/303402, und bei Inga Maibaum (Frühe Hilfen und Kinderschutz), Telefon 02921/302806.

Quelle: Kreis Soest