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Kreis Soest. Im Rahmen des alljährlichen Monitoringbesuchs informierte sich Ruth Brauner vom Studienbüro Astrale/Particip und Vertreter des Landes im Auftrag der EU-Kommission über die Fortschritte des Life + Projektes „Optimierung der FFH Gebiete Möhne Oberlauf und Möhne Mittellauf“.

Projektleiterin Stephanie Terren stellte den Gästen das Projektgebiet, den Projekt-hintergrund und die Projektziele vor. Themenschwerpunkt waren zunächst die Resultate der Kartierungen zu Vegetation und Fauna. Die Erhebungen von Flora und Vegetation des Offenlands und die Erfassungen der Tagfalter und Heuschrecken, die durch Dr. Hans Jürgen Geyer und Dr. Axel M. Schulte durchgeführt worden waren, ergaben erfreuliche Überraschungen. So konnte berichtet werden, dass das Grünland in der Möhneaue eine höhere ökologische Qualität besitzt als noch zu Beginn des Projektes angenommen. Beeindruckend ist vor allem das stetige Vorkommen des Wiesen-Knöterichs, der nur auf den intensiv bewirtschafteten Flächen fehlt und als charakteristische Art im Auen- Grünland des Möhnetals gelten kann. Auf einigen Mähwiesen wird er vom Großen Wiesenknopf begleitet.

Das Obere Möhnetal zeichnet sich durch ein vielgestaltiges Mosaik aus binsen- und seggenreichen Nassgrünland-Gesellschaften aus, die in den stärker vermoorten Bereichen unter anderem durch Fieberklee, Schmalblättriges Wollgras und Torfmoose gekennzeichnet sind. An einigen Übergängen zum angrenzenden Arnsberger Wald sind noch feuchte Borstgrasrasen mit Wald-Läusekraut und Kreuzblümchen erhalten.

Bei der Bereisung begutachteten (v. l.) Ruth Brauner (Studienbüro Astrale/Particip), Georg Keggenhoff (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW), Martin Bohlemann (Straßen NRW), Norbert Kniewel (Hochsauerlandkreis) sowie Marianne Rennebaum, Norbert Hurtig und Stephanie Terren (Kreis Soest) die Uferentfesselung der Möhne bei Warstein-Allagen. Foto: Christoph Hester

Bei der anschließenden Bereisung konnten sich Frau Brauner und die Vertreter des Landes sowie die Projektunterstützer ein Bild über die schon begonnene Maßnahmen-umsetzung machen. Die Uferentfesselung in Warstein-Allagen hat sich seit dem letzten Hochwasser sehr positiv entwickelt. Dort sind die ersten Kiesbänke wieder freigespült worden.

Auch die Entfichtung am Heidberg in Rüthen wurde von den Gästen mit wohlwollenden Augen betrachtet. Durch die Ganzbaumernte sowie die Entnahme mit dem Seilkran konnte dort sehr bodenschonend gearbeitet werden. In den kommenden Monaten soll der Möhne noch mehr Freiraum gegeben werden. Im Anschluss daran wird an dieser Stelle ein Mosaik von Auwald und Grünland entstehen.

Der Eindruck, den Frau Brauner und die Vertreter des Landes mitnahmen, war sehr positiv. Wer nun gerne selber eine Einsicht in das Projekt erlangen möchte, ist herzlichst willkommen. Am 15. April findet eine Radtour, die von Brilon bis zum Torhaus in Möhnesee-Delecke führt, statt. Hierzu ist eine Anmeldung an der Biologischen Station im Hochsauerlandkreis unter der Telefonnummer 02977-1524 erforderlich. Dieses eher sportliche Angebot wird ergänzt durch eine Familienradtour am 15. Juni.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest