Kreis Soest. Bereits seit 1999 kann ein Bauantrag bei der Bauaufsicht des Kreises Soest per E-Mail gestellt und seit 2005 der Bearbeitungsstand der jeweiligen Bauakte per Internet eingesehen werden.
Jetzt wird der Papierkrieg endgültig beendet und das letzte Formular entsorgt. Schon nach Ostern soll die digitale Signatur eine komplette elektronische Abwicklung des Verfahrens übers Netz ermöglichen.
Das teilte Abteilungsleiter Michael Joswig den 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim traditionellen Gespräch der Bauaufsicht mit Architekten und Bauingenieuren mit, das zum 15. Mal im Kreishaus stattfand. Die digitale Signatur befinde sich bereits in einer weit fortgeschrittenen Erprobungsphase.

Zum 15. Mal fand im Kreishaus das Treffen zwischen Bauaufsicht und Architekten statt. Bei diesem kleinen Jubiläum standen (v. l.) Sachgebietsleiter Frank Hoffmann, Abteilungsleiter Michael Joswig, Christian Hillebrand und Dezernent Winfried von Schroeder Rede und Antwort. Foto: Müschenborn/Kreis Soest
Joswig erläuterte im Sitzungssaal, wie’s funktioniert. Das Amtsgeschäft Bauantrag können Entwurfsverfasser im Auftrag des Bauherrn künftig ohne Behördengang oder analoge Post erledigen, weil es mittels der digitalen Signatur möglich ist, die Identität des Users zweifelsfrei festzustellen und elektronisch eine rechtskräftige Unterschrift zu tätigen. Notwendig sind eine Signaturkarte, ein mit dem Computer verbundenes Kartenlesegerät und eine entsprechende Software. Die Identifizierung erfolgt online über einen achtstelligen PIN-Code. Ein Verfahren also, dass der Nutzung der Bankkarte ähnelt.
Ob damit der Geschäftsanfall der Bauaufsicht größer wird, bleibt abzuwarten. Zunächst einmal wusste Michael Joswig den Architekten zu berichten, dass die Gesamtzahl der eingegangenen Bauanträge im vergangenen Jahr von 1.028 um 16 Prozent auf 861 zurückgegangen ist. Die Finanz- und Wirtschaftskrise mochte der Abteilungsleiter nicht für diese Entwicklung verantwortlich machen. Die Abweichung liege in einer normalen Schwankungsbreite, verwies er darauf, dass 2007 insgesamt 901 und 2006 alles in allem 923 Bauanträge gezählt worden seien.
Der Brandschutz in Kindertageseinrichtungen hat an Aktualität gewonnen, weil viele dieser Gebäude in die Jahre gekommen und Anbauten zum Beispiel wegen der U-3-Betreuung ursprüngliche Brandschutzkonzepte zunichte machen. Im Alltag ein „heißer“ Diskussionspunkt zwischen Architekten und Bauaufsicht, weil die Schaffung zusätzlicher Ausgänge, um im Ernstfalls Rettungswege vorzuhalten, sehr teuer sein kann. Der Austausch im Kreishaus eröffnete einen pragmatischen Lösungsweg. Ein Teilnehmer schlug vor, alte Kitas durch die Integration feuerbeständiger Bauteile in Brandabschnitte zu unterteilen, die eine Ausbreitung des Feuers verhindern.
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am 16. Feb 2010 und wurde einsortiert unter:
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