Print Friendly, PDF & Email

Kreis Soest. Wie soll es weitergehen im Projekt „Kulturlandschaft am Hellweg“? Das will Kreisheimatpfleger Peter Sukkau während einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 19. Januar 2011, 16 Uhr, im Sitzungssaal des Kreishauses erläutern und diskutieren.

Eingeladen sind die Heimatvereine und Ortsheimatpfleger, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Im Projekt „Kulturlandschaft am Hellweg“ geht es darum, die Landschaftsgeschichte anhand von Spuren zu erfassen und erlebbar zu machen. Denn die Geschichte der Landschaft ist auch die Geschichte der Menschen. Als Ergebnis der „Spurensuche“ ist zunächst ein „Kulturlandschaftsführer“ für die Hellwegschiene von Geseke bis Werl geplant. Es soll aber auch das südlich gelegene Gebiet bis zum Haarstrang abgedeckt werden. Damit passt auch das Gebiet der Gemeinde Anröchte und der nördliche Teil der Gemeinde Möhnesee ins Konzept.

Die Broschüre „Kulturlandschaftsführer“ soll die Landschaftsgeschichte der Region mit Hilfe der erfassten Objekte anschaulich beschreiben. „Beschilderte Kulturlandschaftswege entlang ausgewählter Objekte könnten die Landschaftsgeschichte im nächsten Schritt auch vor Ort den Menschen nahe bringen“, erläutert Kreisheimatpfleger Peter Sukkau. „Durch den interdisziplinären Ansatz, der sowohl Natur- als auch Kulturthemen aufgreift, kann den Menschen der Region das Gesamtverständnis für eine Landschaft so auf abwechslungsreiche Weise vermittelt werden. Zudem wird durch die reiche Themenvielfalt ein breites Publikum angesprochen. Mit diesem Projekt wird auch eine Brücke vom Erhalt und der Sicherung von Natur- und Kulturdenkmalen bis hin zu touristischen Angeboten in unserer Region geschlagen.“

Für die Basisarbeit hofft der Kreisheimatpfleger auf die Mithilfe der Heimatvereine und Ortsheimatpfleger sowie weiterer sachkundiger Bürgerinnen und Bürger entlang des Hellweges. Sukkau: „Mit ihrer Mitarbeit, die im Wesentlichen aus dem Sammeln und Beschreiben der Objekte in der Landschaft besteht, steht und fällt der Erfolg des gesamten Projektes. Durch die Einbeziehung der Bevölkerung kann auch eine verstärkte Wahrnehmung der Kulturlandschaftselemente in der gesamten Öffentlichkeit erreicht werden, Die historische Kulturlandschaft unserer Region ist ein wertvolles und geschichtsträchtiges Gut, das uns alle berührt.“

Als historische Kulturlandschaft bezeichnet man Landschaften oder Einzelelemente, die heute in dieser Form aufgrund der veränderten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen nicht mehr entstehen würden. In der Hellwegbörde, konnten sich viele dieser historischen Strukturen, wie Kopfbäume, Hohlwege und Ackerterrasse bis heute in der Landschaft erhalten. Sie alle zeugen vom Leben und Arbeiten unserer Vorfahren.

Zu Beginn der Veranstaltung im Kreishaus am 19. Januar wird das Büro Kultland aus Anröchte wird in das Thema einführen und einen kurzen Überblick über das geplante Projekt geben. Außerdem das Amt für Landschafts- und Baukultur des LWL das neue Internetportal „Geodatenkultur“ (www.lwl.org/LWL/Kultur/WALB/Portale/GDK/) vorstellen, in dem die Ergebnisse ebenfalls eingearbeitet werden sollen.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest