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Kreis Soest / Hochsauerlandkreis (kso.2016.02.26.076.st/-rn). Stephanie Terren, Leiterin des Life-Projekts Möhneaue im Soester Kreishaus, zeigt sich erleichtert. Sie erhielt von der Europäischen Kommission in Brüssel die erfreuliche Nachricht, dass ihr und dem Projekt noch ein Aufschub gewährt wird. Der war dringend nötig, denn die zurzeit schlechten Witterungsverhältnisse haben die endgültige Fertigstellung der Bauarbeiten bislang verhindert.

Weil bei der Life-Einheit der Europäischen Kommission so flexibel und schnell auf diese Umstände reagiert wurde, können die Bagger wieder rollen, sobald die Flächen wieder befahrbar sind. Das ist nicht selbstverständlich gewesen“, freut sich Stephanie Terren. „Aber nur so können auch die letzten Baustellen im Rahmen des Life-Projektes zu einem guten Abschluss kommen.“ Die Entscheidung darüber musste in Brüssel fallen, weil das Projekt finanziert wird durch den Life-Fond der Europäischen Kommission (und das Land NRW).

Die Möhne führt wegen der ergiebigen Niederschläge viel Wasser, die Uferbereiche können von Baumaschinen nicht befahren werden. Das macht dieses Luftbild der Möhnebögen bei Warstein-Allagen deutlich. Deshalb hat Brüssel dem Möhne-Life-Projekt einen Aufschub gewährt. Foto: © Franz Reichenberger / FocusFoto

Die Möhne führt wegen der ergiebigen Niederschläge viel Wasser, die Uferbereiche können von Baumaschinen nicht befahren werden. Das macht dieses Luftbild der Möhnebögen bei Warstein-Allagen deutlich. Deshalb hat Brüssel dem Möhne-Life-Projekt einen Aufschub gewährt. Foto: © Franz Reichenberger / FocusFoto

Seit 2010 wird im Möhnetal gearbeitet, um Fluss und Aue wieder ein neues Gesicht zu geben. Viel wurde bislang erreicht. So konnte die Möhne durch die Anbindung neuer Mäander um zwei Kilometer verlängert werden. So hat der Fluss wieder Entwicklungsraum erhalten. Dies dient auch dem Hochwasserschutz in Siedlungsbereichen.

Ein wichtiges Projektziel war der Erhalt und die Wiederherstellung artenreicher bunter Wiesen und Weiden. In Zusammenarbeit mit ortsansässigen Landwirten werden heute die brachgefallene Flächen wieder naturschutzorientiert bewirtschaftet. Viel ist also zu berichten, doch in diesem Winter standen die Maschinen wegen des schlechten Wetters auf den letzten Bauabschnitten (Warstein-Allagen bei den Möhnebögen und im Hochsauerlandkreis vor den Toren von Brilon zwischen dem Scharfenberger Bahnhof und dem Osterhof) still.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest