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Kreis Soest. Das bei der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest angesiedelte Startercenter NRW hat jährlich Hunderte von Kontakten zu potenziellen Existenzgründern. Eine Umfrage für den Zeitraum 2008 bis 2010 hat ergeben, dass etwa drei Viertel der Gründungswilligen nach einer Beratung ihre Pläne tatsächlich in die Tat umsetzen.

Wir wollten wissen, ob aus Gründungsideen auch Unternehmen werden und wie nachhaltig die neuen Existenzen sind“, erläutert wfg-Geschäftsführer Volker Ruff den Hintergrund der Umfrage. Dabei wurde aber auch klar, dass nicht alle Blütenträume reifen. Zehn Prozent der 297 Befragten haben in der Zwischenzeit die Selbstständigkeit wieder beendet. Ein ähnlich großer Anteil (elf v. H.) will das Vorhaben erst später umsetzen. Auch wenn zwei Drittel der Gründer ohne Mitarbeiter startet, ist der Beschäftigungseffekt unterm Strich beachtlich. Zum durch die Selbstständigkeit geschaffenen eigenen Arbeitsplatz kommt im Schnitt noch knapp ein zweiter hinzu (0,9 Stellen).

Das Startercenter NRW Hellweg leistet gute Arbeit. Fast drei Viertel der Gründungswilligen, die beraten wurden, setzten ihre Pläne in die Tat um, wie eine Umfrage ergab. Susanne Bracht, Gründungsberaterin der wfg, präsentiert das Qualitätszertifikat des Landes für das Startercenter NRW Hellweg, das erst im August 2011 wieder erneuert wurde. Foto: Thomas Weinstock/Pressestelle Kreis Soest

Die meisten Gründer (73 Prozent) starten mit Investitionen im Mikrofinanzbereich bis 25.000 Euro, viele sogar mit deutlich weniger. Das Startkapital wird häufig durch Eigenmittel bestritten. Nur etwa ein Viertel der Selbstständigen hat einen öffentlichen Kredit der KfW oder der NRW.Bank in Anspruch genommen. Leistungen zum Lebens-unterhalt in den ersten Monaten der Selbstständigkeit (zum Beispiel) Gründungs-zuschuss der Agentur für Arbeit) haben zwei Drittel der Beratenen bekommen.

Die Befragung war mit einem Preisausschreiben verknüpft, dessen Gewinner ihre Preise mittlerweile erhielten. Den Hauptpreis (eine Buchhaltungssoftware) sicherte sich der Immobilienservice Vollmer aus Werl, der neben Hausmeisterdienstleistungen auch Hausverwaltung und Überwachungstätigkeiten übernimmt. Firmeninhaber Dieter Vollmer ist mit der Auftragslage so zufrieden, dass er sogar schon einen Mitarbeiter einstellen konnte. Den zweiten Preis (Gutschein für Büromaterial) ergatterte „Rubensengel“ aus Warstein. Sabine Przybilla bietet in ihrem Ladenlokal gleichen Namens eine große Auswahl von Mode für Frauen mit Format an. Der dritte Preis (Bannerwerbung auf www.wfg-kreis-soest.de) ging an das Unternehmen HelCon aus Lippetal. Hella Galun liefert Verbindungstechnik. Einbaufertige, standardisierte und optimierte Verbindungs-klammern für Maschinen im Hochdruckbereich sind ihr Spezialgebiet.

Alle Preisträger hatten vor der Gründung ihres Unternehmens eine Beratung im Startercenter NRW Hellweg, in dem neben der wfg die IHK Arnsberg, die Handwerks-kammer Dortmund sowie die Wirtschaftsförderungen Lippstadt und Soest zusam-menarbeiten, in Anspruch genommen. „Es wurde ihnen erläutert, wie sie ein Gründungskonzept erstellen und welche Fördermittel sie in Anspruch nehmen können“, berichtet wfg-Gründungsberaterin Susanne Bracht. Für weitere Auskünfte zur Umfrage und zum Thema Existenzgründung steht die Expertin unter der Telefonnummer 02921/303040 zur Verfügung.

Quelle: wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH