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Kreis Soest. Die Mauker Arbeitsgruppe „AG Mühlenbach Aktiv“, bestehend aus Anne und Sebastian Risse, Frank Schäfer, Michael Deller, Andreas Rienhoff sowie Norbert Heimann, die sich während einer Bürgerversammlung im März gebildet hatte, präsentierte jetzt ihre Ideen den Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Dargestellt wurden die geplanten Maßnahmen vom „ Alten Spritzenhaus“ über Ostlandstraße, im Bereich des Gedenksteines-Ecke Ostlandstraße/Dorfplatz, sowie Im Brook bis Hubertus-Schützen-Straße/ Bahnlinie.

Bereits heute hat der innerörtliche Mühlenbach den Wasserstand, den er nach Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahme haben wird. Bedingt durch die derzeit laufende Baumaßnahme wird der Mühlenbach über einen Graben um das Dorf herum gleitet, so dass man gut sehen kann, welche Wassermengen künftig im Dorf zu erwarten sind. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass zurzeit, aufgrund der geringen Niederschläge, die Wasserstände sehr niedrig sind.

Gestaltungsplan für die Ostlandstraße. Quelle: AG Mühlenbach

Im Bereich der Ostlandstraße ist das heutige Profil des Baches sehr breit und somit der Wasserstand sehr gering. Hier wird mit Hilfe einer ca. 30 cm hohen, unter-brochenen Steinreihe aus Anröchter Grünsandsteinen das Profil eingeengt. Die Steine werden mit Boden hinterfüllt, der mit Rasen eingesät oder mit feuchtigkeitsliebenden Pflanzen bepflanzt wird (siehe Skizze 1).

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Dorfplatz mit dem Gedenkstein der Hochwasser-katastrophe. Die Arbeitsgruppe möchte diesen Bereich aufwerten und mit der Gestaltung an ein Stück Mauker Dorfgeschichte erinnern. In früheren Zeiten tranken hier die Kühe, wenn sie des Abends von der Weide kamen. Dieser Zugang zum Bach soll wieder hergestellt werden und als Dorfplatz mit Sitzbank, Schwengelpumpe und Wassererlebnisbereich für Kinder gestaltet werden (siehe Skizze 2).

Ideen für den neu gestalteten Dorfplatz mit dem Denkmal für die Hochwasserkatastrophe. Quelle: AG Mühlenbach

Auch Im Brook ist der Mühlenbach für die neuen Wasserverhältnisse zu breit. Hier wird das Profil mit Boden, Grünsandsteinen und einigen der hier stehenden Kopf-Linden eingeengt. Die Linden, die durch den Bach unterspült sind und aufgrund einer ehemaligen Stromleitung in der Vergangenheit wiederholt gestutzt worden sind, werden durch neue Bäume ersetzt. Mit der Baumkommission der Stadt Werl ist die Entnahme der Bäume bereits abgestimmt. Die Stämme der Linden sind gutes Baumaterial, sie werden als Totholz in den Bach eingebracht und sind ein wertvolles Strukturelement. Sie sind Nahrungsgrundlage für Gewässerorganismen und dienen Fischen als Unterstand.

Als gestaltendes Elemente sollen ein altes Schütz aus der Mawicker Flur, mit dem in früherer Zeit die Wasserstände reguliert wurden, sowie Trittsteine zum überhüpfen und spielen für Kinder und zusätzliche Ein- und Ausstiege in den Gewässerlauf eingebaut werden.

Die Umsetzung der Maßnahmen wird in zwei Bauabschnitten mit Unterstützung der Mawicker Bürger erfolgen. Die Umsetzung des ersten Maßnahmenblocks ist vom 25. bis 27. Oktober 2012 geplant. Die Bürgerinnen und Bürger des Ortes werden durch die „AG Mühlenbach Aktiv“ noch weitergehender und detaillierter informiert, sowie gezielt angesprochen. Für Anregungen und Ideen, sowie kleine Hilfestellungen jeglicher Art ist die Arbeitsgruppe jederzeit offen.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest