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Kreis Soest. Mit dem Jahresbeginn ist auch der Startschuss für den neuen Pflegeberatungsdienst des Kreises Soest gefallen. Die neu eingestellten Pflegefachkräfte Anette Butzek-Groll und Uwe Brinker haben ihren Dienst angetreten. Ihre Tätigkeit soll nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ möglichst vielen pflegebedürftigen Menschen möglichst lange ein selbst-bestimmtes Leben in vertrauter Umgebung ermöglichen.

Eine kompetente Beratung über ambulante Hilfen ist vorgesehen. Dazu bilden die neuen Mitarbeiter des Kreises ein „Pflegeberatungsteam“ zusammen mit den bereits vorhandenen trägerunabhängigen Beratungsstellen der Städte Geseke, Lippstadt, Soest, Warstein und Werl sowie mit den jeweiligen Sachbearbeitern in Sachen Hilfe zur Pflege beim Kreis und bei den übrigen Kommunen.

Der Anlass zur Kontaktaufnahme mit Betroffenen und die Wege zum Pflege-beratungsteam können unterschiedlich sein. Nach einem Krankenhausaufenthalt leitet der Krankenhaussozialdienst den Fall weiter, wird ein höherer Pflegebedarf erkannt, stellen ambulante Pflegedienste oder allgemeine Anlaufstellen den Kontakt her. Auch neuer Pflegebedarf oder ein grundsätzliches Informationsbedürfnis können Gründe für eine intensive Pflegeberatung darstellen, welche die Möglichkeiten und vor allem Alternativen zum Pflegeheim aufzeigt.

Zum Jahresbeginn hat der Kreis mit Anette Butzek-Groll und Uwe Brinker zwei Fachkräfte für den neuen Pflegeberatungsdienst eingestellt. Foto: Kreis Soest/Mathias Keller

Zum Jahresbeginn hat der Kreis mit Anette Butzek-Groll und Uwe Brinker zwei Fachkräfte für den neuen Pflegeberatungsdienst eingestellt. Foto: Kreis Soest/Mathias Keller

Die Einrichtung des Pflegeberatungsteams soll eine verbesserte und eine einheitliche Beratung aller Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen gewährleisten und die Einzelfallberatung optimieren“, fasst Michael Streich, Abteilungsleiter Soziales der Kreisverwaltung, die anvisierten Ziele zusammen. Die einzelnen, individuell notwendigen Schritte stimme das Pflegeberatungsteam ab. Je nach der Schwierigkeit des jeweiligen Falls oder nach den örtlichen Gegebenheiten könnten die Arbeitsschritte auch von einzelnen Mitgliedern des Pflegeberatungsteams bearbeitet werden. Vor einer endgültigen Entscheidung zum weiteren Vorgehen finde eine Abstimmung innerhalb des Teams statt.

Im Vergleich zu anderen Kreisen hat der Kreis Soest mit 15 Prozent einen relativ hohen Anteil an Hilfeempfängern in stationären Einrichtungen, die unter die Pflegestufe „0“ fallen. Der Durchschnittswert in NRW liegt bei lediglich acht Prozent. Auch das war ein guter Grund für Politik und Verwaltung, das auf zunächst zwei Jahre begrenzte Projekt Pflegeberatung auf die Beine zu stellen und in der Kreisverwaltung zwei zusätzliche Stellen außerplanmäßig einzurichten.

Das Pflegeberatungsteam ist zu erreichen unter den Telefonnummern 02921/30-2764 oder -2765 oder den E-Mail-Adressen anette.butzek-groll@kreis-soest.de und uwe.brinker@kreis-soest.de.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest