Print Friendly, PDF & Email

Kreis Soest. „Es ist immer ein Balanceakt für alleinerziehende Frauen und Männer, den Beruf und die Familie zu koordinieren. Wer sich zudem noch in einem unbekannten Umfeld zurechtfinden muss, in dem er die Sprache nicht richtig beherrscht oder der Berufs- und Schulabschluss nicht anerkannt wird, hat es besonders schwer“, betonte Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) bei der Eröffnung der Wanderausstellung „Frauenporträts“.

Am Mittwoch [11. Januar 2012] wurde diese im Foyer des Jobcenters offiziell eröffnet. Auf elf Stellwänden erzählen Frauen aus den unterschiedlichsten Ländern ihre Lebens-geschichten als allein erziehende Migrantinnen. „Es ist beeindruckend, welche Kraft und welchen Mut diese Frauen entwickelt haben, um für ihre Kinder und sich die eigene Situation nachhaltig zu verbessern“, resümierte Steinmeier.

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Projektes des Verbandes Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV). Ziel des Projektes war es, einen Dialog zwischen deutschen alleinerziehenden Frauen und alleinerziehenden Migrantinnen anzustoßen. Die Basis bildete dabei der Austausch zwischen den beiden Gruppen.

An der Ausstellungeröffnung im Foyer des Jobcenters am Paradieser Weg 2 in Soest nahmen (von links) Martin Steinmeier (Geschäftsführer des Jobcenters), Ulrike Varnholt (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters), Walter Niggemeier (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Soest und Meschede) und Barbara Schäfer (stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters) teil. Foto: Bormann/AHA

Neun Migrantinnen haben daher ihre Lebensgeschichten aufgeschrieben und in einem Buch zusammengefasst. „Es ist wohl unser Schicksal, ständig alles zu verlieren und zu fliehen…“, schreibt Sahar aus Palästina in dem Buch zur Ausstellung. Sie war bereit gemeinsam mit Miriam aus Deutschland, Bedra aus Algerien und Irina aus Russland sowie fünf weiteren Frauen einen interkulturellen Dialog zu eröffnen. Sie alle wollten den Raum Schweigens verlassen und von ihrem Leben als alleinerziehende Mütter erzählen. Das Jobcenter greift nun diesen Impuls auf und möchte mit der Ausstellung auch die Menschen im Kreis Soest anregen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Februar 2012 im Foyer des Jobcenters am Paradieser Weg 2 in Soest zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen. Weitere Informationen bei Elisabeth Bormann, Telefon 02921/106168.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest