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Kreis Soest (kso.2016.01.15.016.mr/-rn). Auch im Jahr 2015 haben kreisweit Landwirtinnen und Landwirte von den Förderangeboten des Vertragsnaturschutzes Gebrauch gemacht und entweder die Verlängerung bereits laufender Maßnahmen für weitere fünfeinhalb Jahre oder die Förderung neuer Flächen beantragt. Für die laufenden Verträge zahlte der Kreis Soest noch zum Jahresende an mehr als 300 Landwirte insgesamt 650.000 Euro aus.

Eingegangene Anträge wurden geprüft und – soweit die Förderfähigkeit gegeben ist – bis Silvester bewilligt. „Somit konnten 348 Bewilligungen für die kommenden fünfeinhalb Jahre vom Kreis Soest als Bewilligungsbehörde versandt werden“, zieht Marianne Rennebaum, Chefin der Unteren Landschaftsbehörde, Bilanz. Ab 1. Juli 2015 sei eine neue Förderrichtlinie des NRW-Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Kraft getreten. Rennebaum: „Für viele Maßnahmen haben sich die Prämiensätze deutlich erhöht, so dass Vertragsnaturschutz für die Landwirtschaft attraktiv bleibt.

Von Ackerbrachen, die im Rahmen des Vertragsnaturschutzes entstehen, profitieren viele Vogelarten. Foto: © Marko Kneisz / Kreis Soest

Von Ackerbrachen, die im Rahmen des Vertragsnaturschutzes entstehen, profitieren viele Vogelarten. Foto: © Marko Kneisz / Kreis Soest

Beim Vertragsnaturschutz verpflichten sich Landwirte zur naturschutzgerechten Bewirtschaftung von Acker-und Grünland, die aus ökologischer Sicht besonders wertvoll sind oder ein hohes Entwicklungspotential aufweisen. Über die „Rahmenrichtlinie Vertragsnaturschutz“ des Landes NRW, einem Programm der so genannten 2. Säule der EU-Agrarpolitik, werden landwirtschaftliche Flächennutzer für die naturschutzgerechte Flächenbewirtschaftung honoriert bzw. entschädigt. Damit soll unter anderem dem Verlust der Biologischen Vielfalt im Agrarland entgegengenwirkt werden.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest