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Kreis Soest. 300 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis Soest sowie aus dem Kreis Unna und der Stadt Hamm werden im Rahmen von drei inszenierten Schadensereignissen am Samstag [29. September 2012] den Einsatz im Ernstfall üben. Die Übungen finden in der ehemaligen Graf-Yorck-Kaserne in Möhnesee-Echtrop statt.

Daran werden 300 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreis Soest, dem Kreis Unna und der Stadt Hamm, des THW, des DRK und des MHD sowie des Rettungsdienstes des Kreises Soest mit LNA, Notärzte, der organisatorische Leiter, Mitarbeiter der Kreisleitstelle und die Einsatzleitung Kreis Soest mit LuK-Gruppe und ELW I und II teilnehmen.

Darsteller simulieren bei der Übung des Kreises in der ehemaligen Graf-Yorck-Kaserne am 29. September Verletzungen. Hier ein Foto aus dem vergangenen Jahr. Foto: Michael Görge/Presseteam Feuerwehr Kreis Soest

Hier sieht das Übungsszenario eine Übung nach dem MANV-Konzept des Rettungs-alarmplanes des Kreises Soest in mehreren Stufen vor. Es müssen 5 bis 50 Verletzte betreut und versorgt werden. Das Zusammenwirken aller beteiligten Einsatzkräfte soll erprobt und die Umsetzung des Funkkonzeptes, die Zusammenarbeit der jeweiligen Führungsebenen in den Einsatzabschnitten, geübt werden. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Einsatzabschnittsführung „Medizinische Rettung“ durch den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL), den Leitenden Notarzt (LNA) und den Verbandführer der Hilfsorganisationen (VF) mit Unterstützung des Führungsmittels ELW I sein. Entsprechend geschulte Führungsassistenten sollen hier die Kommunikation und Dokumentation unterstützen. Schließlich wird das Konzept Bereitstellungsraumführung zur Einspielung der Einsatzfahrzeuge genutzt und geübt.

Die Übungen werden vom Kreis Soest vorbereitet und geleitet. In einem Bereit-stellungsraum werden die Einsatzkräfte gesammelt und von dort in einer entsprechenden Alarm- und Ausrückeordnung analog der jeweiligen MANV-Stufe zeitversetzt in den Einsatz gebracht. Um die Abfolge mehrerer Übungen zu gewährleisten, werden die Einheiten abwechselnd beübt, das heißt, die beübten Einheiten stellen während des nächsten Szenarios ihre Einsatzbereitschaft wieder her und machen danach Pause.

Bei der Übung des Kreises in der ehemaligen Graf-Yorck-Kaserne am 29. September gibt es aufwändig inszenierte Szenarien. Hier ein Foto aus dem vergangenen Jahr. Foto: Dirk Behrens/Presseteam Feuerwehr Kreis Soest

Die Übungslagen werden nicht komplett zu Ende gespielt, sondern beendet, wenn die Führungsstrukturen aufgebaut und die schwerverletzten Patienten abtransportiert sind. Danach wird es für die beteiligten Führungskräfte der Einheiten eine kurze Nachbesprechung geben. Die eingesetzten Verletztendarsteller werden durch Realistische Unfall- und Notfall-Darstellungsteams (RUD) gespielt, so dass auch eine adäquate Sichtung durch beteiligte Notärzte erfolgen kann. Der Abtransport der Verletzten wird in ein fiktives „Übungskrankenhaus“ erfolgen, jedoch nach realistischer Patientenzuordnung gemäß dem MANV-Konzept des Kreises Soest, mit entsprechender Dokumentation.

Während der Übungen kann es im Bereich der ehemaligen Graf-Yorck-Kaserne in Möhnesee-Echtrop zu Lärmbelästigungen durch an- und abfahrende Fahrzeuge kommen. Der Leiter des Rettungsdienstes, Feuer- und Katastrophenschutzes des Kreises Soest, Hans-Peter Trilling, bittet daher alle Anwohner vorab um Verständnis.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest