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Kreis Soest (kos.2013.04.25.198.pn). Auch in der Kreisverwaltung Soest warfen am Donnerstag, 25. April 2013, beim bundesweiten Girls‘ und Boys‘ Day 21 Jugendliche einen Blick hinter die Kulissen. Dabei sahen sich erstmals fast genauso viele Jungen wie Mädchen in den verschiedenen Abteilungen um, und zwar elf Mädchen und zehn Jungen.

Landrätin Eva Irrgang begrüßte zum Girls‘ und Boys‘ Day elf Mädchen und zehn Jungen im Soester Kreishaus zum Blick hinter die Kulissen der Kreisverwaltung. Foto: Wilhelm Müschenborn/Pressestelle Kreis Soest

Landrätin Eva Irrgang begrüßte zum Girls‘ und Boys‘ Day elf Mädchen und zehn Jungen im Soester Kreishaus zum Blick hinter die Kulissen der Kreisverwaltung. Foto: Wilhelm Müschenborn/Pressestelle Kreis Soest

Beim Mädchen- und Jungen-Zukunftstag erleben Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klassen in ganz Deutschland einen Tag lang Berufe, die nicht ihrem bevorzugten Berufswahlschema entsprechen. Bei Mädchen sind dies vor allem technische, wissenschaftliche und handwerkliche Berufe. Jungen sollen Einblicke in eher sozial ausgerichtete Bereiche erhalten.

Ländrätin Eva Irrgang zeigte sich bei der Begrüßung besonders erfreut darüber, dass erstmals so viele Jungen den Weg ins Kreishaus gefunden haben. „In den vergangenen Jahren hatten wir oft nur einen Jungen beim Boys‘ Day hier im Haus zu Gast. Aber gerade in den Ausbildungsberufen des allgemeinen Verwaltungsdienstes brauchen wir mehr männlichen Nachwuchs“, betonte sie. „Zurzeit setzen sich eher die Mädchen in den Auswahlverfahren durch.“

Die Jugendlichen hatten Gelegenheit, in den Bereichen Veterinärdienst, Straßenwesen, Schwarzarbeit, Liegenschaftskataster und Geodatenmanagement, Gesundheit, Soziales, Jugend, Vergabestelle, Koordinierungsstelle Regionalentwicklung, Bauen, Wohnen, Immissionsschutz sowie im Rettungszentrum beim Rettungsdienst Soest Berufsfelder der Kreisverwaltung kennen zu lernen.

Nachmittags moderierte Gleichstellungsbeauftragte Petra Nagel eine Informationsveranstaltung im Sitzungssaal. Sie stellte dabei auch die Jugend- und Auszubildendenvertretung der Kreisverwaltung Soest vor. Ausbildungsleiter Franz Jütte erläuterte, welche Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten beim Kreis bestehen, was bei Bewerbungen zu beachten ist und wie Einstellungsverfahren ablaufen.

„Viele Mädchen schöpfen trotz guter Schulausbildung ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus. Sie zögern immer noch, technikorientierte Berufe oder Studiengänge zu ergreifen“, hält Gleichstellungsbeauftragte Petra Nagel den Girls‘ Day für eine wichtige Sache. Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland zeichne sich gerade in technischen und techniknahen Bereichen der Arbeitswelt ein Nachwuchskräftemangel ab. Deshalb werde es für die weitere wirtschaftliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein, das Potenzial von Frauen zu nutzen. Petra Nagel: „Durch den Girls‘ Day sollen Mädchen ihr Berufswahlspektrum erweitern. Es ist wichtig, auch in technischen Bereichen die Anzahl von Frauen in Führungspositionen und als Unternehmerinnen weiter zu steigern. Jungen nutzen diesen Tag immer häufiger, um sich über Berufsfelder zu informieren, in denen Männer unterrepräsentiert sind. In sozialen, erzieherischen und pflegerischen Ausbildungsbereichen herrscht ein deutlicher Bedarf an interessierten und kompetenten männlichen Nachwuchskräften.“

Die 21 Jugendlichen, die den Girls‘ und Boys‘ Day in der Kreisverwaltung verbrachten, sind zwischen 13 und 16 Jahren alt. Sie besuchen sowohl Haupt- oder Realschulen als auch Gymnasien.

Quelle: Kreis Soest