Hochsauerlandkreis. Der Gesundheits- und Sozialausschuss hat dem Kreistag empfohlen, 15.000 Euro fĂŒr ein Gutachten bereit zu stellen, um eine konkrete Planung und eine KostenschĂ€tzung fĂŒr ein zentrales Feuerwehrzentrum in Auftrag zu geben.
DafĂŒr hatten sich bereits Mitte November 2009 die Leiter der Feuerwehren im HSK und am 21. Januar 2010 die BĂŒrgermeister ausgesprochen. In dieser Einrichtung sollen zunĂ€chst die Kreisschlauchpflege, die Atemschutzwerkstatt und -ĂŒbungsstrecke untergebracht werden. Die AusbildungsstĂ€tte, die Leitstelle und weitere Einrichtungen könnten folgen. Alternativ soll auch die Beibehaltung der dezentralen Standorte untersucht werden.
Grund fĂŒr das Gutachten sind u.a. hohe Investitionskosten bei den Kreisschirrmeistereien in Arnsberg und Brilon, die in KĂŒrze geleistet werden mĂŒssen. Die beiden Einrichtungen sind 43 bzw. 38 Jahre alt. So musste aus GrĂŒnden der Verkehrssicherung und des Arbeitsschutzes die Atemschutzwerkstatt von Arnsberg nach Brilon verlegt und die AtemschutzĂŒbungsstrecke in Arnsberg ganz geschlossen werden. DarĂŒber hinaus ist die Ausbildung der Feuerwehrleute an den Wochenenden (2008: 35 LehrgĂ€nge mit 804 Teilnehmern) aufgrund fehlenden Platzes in Arnsberg und Brilon nur eingeschrĂ€nkt möglich.
Die Bedeutung der Kreisschirrmeistereien erlĂ€uterte Reinhard SchĂŒltke, Sachgebietsleiter Feuer- und Katastrophenschutz, dem Ausschuss. So wurden an den beiden Standorten in 2008 5.137 Atemluftflaschen gefĂŒllt und 2.452 Atemmasken der Freiwilligen Feuerwehren im HSK gereinigt. Zudem wurden 8.563 LöschschlĂ€uche gewartet und gepflegt.
Betriebsleiter Peter Senn stellte den Ausschussmitgliedern den Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises vor. Im vergangenen Jahr legten die Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) bei 4.158 EinsĂ€tzen 93.944 Kilometer zurĂŒck, die Rettungstransportwagen (RTW) bei 10.728 EinsĂ€tzen 337.312 Kilometer und die Krankentransportwagen bei 9.751 EinsĂ€tzen 380.973 Kilometer. In den neun Rettungswachen des Kreises sind 123 Mitarbeiter beschĂ€ftigt.
Die EinsĂ€tze des Rettungsdienstes werden von der Leitstelle des Kreises genauso koordiniert wie die EinsĂ€tze der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes. So hoben die 16 Mitarbeiter der Leitstelle in 2009 94.256 Mal den Hörer ab, um kreisweit (auch Rettungsdienst der Stadt Arnsberg und Firma Hagelstein) 43.488 EinsĂ€tze zu steuern. Davon entfielen 32.188 auf den Rettungsdienst, 2.411 auf die Feuerwehr und 8.889 beispielsweise auf BĂŒrger- und Behördendienste oder Probealarme.
Der Gesundheits- und Sozialausschuss sprach sich zudem fĂŒr die Einrichtung von PflegestĂŒtzpunkten, eine zusĂ€tzliche Förderung des Frauenhauses Arnsberg und die Förderung der Familienpflege aus. Eine Entscheidung dazu wird der Kreistag am 26. Februar 2010 treffen.
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Welcher Redakteur hat diesen Beitrag veröffentlicht? Veröffentlicht von: Redaktion
am 18. Feb 2010 und wurde einsortiert unter:
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