Print Friendly, PDF & Email

Hochsauerlandkreis/ Eslohe. In der Gemeinde Eslohe ist es zu einem Masern-ausbruch gekommen. Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises teilt mit, dass seit der 13. Kalenderwoche 2011 sieben Kinder mit einer Maserner-krankung gemeldet worden sind. Weitere neun erkrankte Kinder wurden bei den Ermittlungen durch das Gesundheitsamt identifiziert. Es liegen bereits Labornachweise von Masern vor.

Einige der erkrankten Kinder besuchen Gemeinschaftseinrichtungen in Eslohe. Es gibt bislang keinen Anhaltspunkt für eine Ausbreitung der Infektion in diesen Einrichtungen. Die Eltern der Kinder, die in den Einrichtungen möglicherweise Kontakt mit einem erkrankten Kind hatten, wurden durch das Gesundheitsamt informiert. Nicht geimpfte und damit ungeschützte Kontaktpersonen der erkrankten Kinder im privaten Umfeld wurden vom Besuch der Gemeinschaftseinrichtungen ausgeschlossen, bis sicher-gestellt ist, dass sie nicht erkranken. Weitere Maßnahmen sind in den betroffenen Einrichtungen derzeit nicht notwendig.

Das Kreisgesundheitsamt weist vor dem Hintergrund dieses Masernausbruches noch einmal auf die Notwendigkeit eines ausreichenden Impfschutzes hin. Gegen Masern wird eine zweimalige Impfung, am besten in Kombination mit Mumps und Röteln (MMR-Impfung) empfohlen. Alle Eltern sollten den Impfschutz ihrer Kinder überprüfen und fehlende Impfungen nachholen. Die Impfempfehlung gegen Masern gilt auch für Erwachsene, die selbst noch keine Masern durchgemacht haben.

Eltern, deren Kinder an Masern erkrankt sind oder bei denen der entsprechende Verdacht besteht, müssen dies dem Kindergarten bzw. der Schule unverzüglich mitteilen. Andere Kinder im Haushalt, die nicht zweimal gegen Masern geimpft sind oder die Erkrankung früher nicht durchgemacht haben, dürfen die Schule bzw. den Kinder-garten für die Dauer von 14 Tagen nach dem letzten Kontakt zu dem Erkrankten nicht besuchen. Die Leitungen von Gemeinschaftseinrichtungen müssen das Gesundheitsamt informieren, wenn bei den betreuten Kindern der Verdacht auf eine Masernerkrankung besteht oder die Erkrankung festgestellt wurde. Auch Mitarbeiter von Gemeinschaftseinrichtungen dürfen diese nicht betreten, wenn sie an Masern erkrankt sind oder der Verdacht auf eine Masernerkrankung besteht.

Weitere Informationen zu Masern und anderen Infektionskrankheiten sowie zum Impfen finden sich auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de. Für Rückfragen stehen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes unter der Rufnummer 0291/94-1213 zur Verfügung.

Quelle: Pressestelle HSK