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Hochsauerlandkreis/ Brüssel. „Die Energieversorgung in Deutschland nur durch Erneuerbare Energien ist noch mit vielen Fragezeichen versehen“ – diese Information nahmen Landrat Dr. Karl Schneider und die HSK-Bürgermeister aus einem Gespräch mit dem EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, mit.

Probleme sah Oettinger insbesondere bei der Stabilität der Stromnetze, der Frage der Stromspeicherung und beim Strompreis. So seien Wind und Sonne nicht jederzeit verfügbar und könnten daher nicht die notwendige Grundlast des Stromnetzes gewährleisten. Im schlimmsten Fall könne es dann zu Stromausfällen kommen. Es müssen weitere Alternativen gefunden werden.

Nach dem Gespräch mit EU-Kommissar Günther Oettinger (vorne Mitte) begrüßte auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (vorne rechts) die Delegation aus dem Sauerland mit Landrat Dr. Karl Schneider (vorne 2.v.l.) an der Spitze und MdEP Dr. Peter Liese (vorne links), der die Einladung zur EU ausgesprochen hatte. Foto: Privat

Eine interessante Diskussion gab es auch mit Dr. Klaus Nutzenberger, Direktor des Europabüros des Deutschen Städte- und Gemeindebundes in Brüssel. Dort wurde der Delegation bewusst, welche Auswirkungen Entscheidungen auf der EU-Ebene mittlerweile auf die Arbeit in den Städten und Gemeinden haben. Dies bestätigte auch MdEP Sabine Verheyen, ehemalige Bürgermeisterin von Aachen, in einem Meinungs-austausch zur Verbindung von Europa- und Kommunalpolitik. Henning Klaus, Mitglied des Kabinetts von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, erläuterte die Finanzkrise und deren Folgen.

Die HSK-Bürgermeister, Landrat und Kreisdirektor, die sich regelmäßig zu einer Hauptverwaltungsbeamtenkonferenz treffen und übergreifende Themen beraten, waren auf Einladung von MdEP Dr. Peter Liese in die belgische Hauptstadt gefahren, um dort Einblicke in die Abläufe der Europaarbeit zu erhalten.

Quelle: Pressestelle HSK