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Hochsauerlandkreis. „Anerkennungskultur statt Willkommenskultur“ für lang in Deutschland lebenden Migranten – dies war eine der Grundaussagen von Armin Laschet bei einer Podiumsdiskussion zum einjährigen Bestehen des Kommunalen Integrationszentrums Hochsauerlandkreis (KI HSK) in der Kulturschmiede Arnsberg. Eine Willkommenskultur sei aber für neu zugewanderte Familien weiter notwendig. Laschet wurde 2005 erster Integrationsminister in Deutschland, als er Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW wurde. Er hob weiterhin hervor, dass Bildung ein wesentlicher Faktor zum Gelingen der Integration sei.

Landrat Dr. Karl Schneider nannte in dem Gespräch verschiedene Beispiele für eine gelungene Integrationsarbeit im HSK: „Dazu gehören insbesondere die Sprachförderung in Kindertagesstätten sowie die Einführung von sogenannten Auffangklassen, die Kindern ohne Deutschkenntnisse zunächst nur die Sprache beibringen.“ Unterstützend dazu bieten die Lehrer, die als Mitabeiter des KI HSK tätig sind, eine so genannte „Seiteneinsteigerberatung“ für die Familien der Kinder an. Hier wird die individuelle Bildungsbiografie der Kinder erhoben, eine Schulformempfehlung ausgesprochen und eine Untersuchung beim Kreisgesundheitsamt terminlich koordiniert.

Armin Laschet, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag NRW, und Landrat Dr. Karl Schneider waren sich einig, dass der ländliche Raum aufgrund seiner starken wirtschaftlichen Lage und Unternehmensstruktur eine große Chance für Menschen mit Migrationshintergrund bietet. Die Andersartigkeit der Migranten solle als Stärke erkannt und als Bereicherung geschätzt werden.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit rund 100 Gästen durch ein selbst erarbeitetes Programm der Theatergruppe „Wir!Helden“ und den Klarinettisten Oscar Antoli. Weiterhin gab es Informationen zur Einwanderung und Einbürgerung in den HSK sowie zur schulbegleitenden Sprachförderung. Vertreter der Migrantenorganisationen sorgten für internationale Desserts.

Quelle: Pressestelle Hochsauerlandkreis