Print Friendly, PDF & Email

Hochsauerlandkreis / Schweden. An der Auftaktveranstaltung des europäischen Erasmusprojektes zum Thema „Inklusion – Vielfalt und Gerechtigkeit für alle Kinder hat eine Delegation aus dem Hochsauerlandkreis teilgenommen. Mitarbeiter des HSK-Schulamtes und des HSK-Bildungsbüros, des Gymnasiums Laurentianum Arnsberg, des Berufskollegs Brilon und der Jugendkunstschule in Schmallenberg informierten sich in Vara bei Göteburg über die verschiedenen Konzepte zur Umsetzung schulischer Inklusion in Schweden und Island.

Ziel des Projektes ist es, Lehrkräfte in ganz Europa durch eine Internetplattform, das sogenannte „Digi-flow“, in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Dabei soll es ausdrücklich nicht nur um Schüler mit einem festgestellten besonderen Unterstützungsbedarf gehen. Vielmehr sollen Lehrkräfte hier zu individuellen Problemlagen Hilfen finden. Die Arbeit basiert auf der sogenannten „Lean-Philosophie“, die auf eine effektivere Nutzung vorhandener Ressourcen innerhalb des Systems setzt. Die technische Umsetzung des Projektes obliegt der Universität in Trollhättan in Schweden.

Die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung des Erasmusprojektes, mit dabei eine Delegation aus dem Hochsauerlandkreis. Foto: © Pressestelle Hochsauerlandkreis

Die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung des Erasmusprojektes, mit dabei eine Delegation aus dem Hochsauerlandkreis. Foto: © Pressestelle Hochsauerlandkreis

In den nächsten Wochen und Monaten werden die Ländergruppen intern weiterarbeiten. „Es war interessant festzustellen, unter welch unterschiedlichen Bedingungen Inklusion in Europa umgesetzt wird“, zog Ralf Krolla, Koordinator für Inklusion im HSK, ein positives Fazit für das erste Treffen. „In Schweden haben die Kommunen einen viel größeren Einfluss auf die personelle und sachliche Ausstattung der Schulen. In Island sind die Kommunikationswege mit seinen 360 000 Einwohnern ohnehin viel kürzer.

Das nächste Treffen findet im April 2016 in Deutschland statt. Bis dahin wird im gegenseitigen Informationsaustausch eine gemeinsame Basis erstellt, um das „Digi-flow“ auf den Weg zu bringen.

Quelle: Pressestelle Hochsauerlandkreis