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Hochsauerlandkreis / Brilon. Auf Einladung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Hochsauerlandkreises (WFG) und der Effizienz-Agentur NRW (EFA) trafen sich am 26. August 2014 über 40 Vertreter verschiedenster Sauerländer Unternehmen bei der Firma EGGER in Brilon, um sich über das Thema „Instandhaltungsmanagement“ zu informieren.

Als Nebenprozess wird dem Bereich Instandhaltung oft nur ein geringer Einfluss auf die Wertschöpfung innerhalb eines Unternehmens beigemessen. Allerdings werden je nach Unternehmensart 15 – 40% der Kosten durch diesen Unternehmensprozess beeinflusst. Mit einer vorausschauenden Instandhaltung können Betriebe Produktionsausfälle minimieren, Qualitätsprobleme lösen, Instandsetzungskosten vermeiden, die Ressourceneffizienz steigern und die Effektivität des gesamten Produktionsprozesses erhöhen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer durch WFG-Geschäftsführer Michael Bison und durch den technischen Geschäftsführer des EGGER-Standortes Brilon, Gerd Niehaus. Dieser erläuterte nicht nur die erfolgreiche Entwicklung des österreichischen Familienunternehmens in den letzten 25 Jahren, sondern gewährte auch einen tiefen Einblick in das Instandhaltungsmanagement am Standort Brilon. Allein in Brilon sind über 130 Mitarbeiter im Bereich Instandhaltung tätig, überwiegend Schlosser und Elektriker; hinzu kommen zahlreiche Fremdfirmen. Da das Unternehmen an 360 Tagen im Jahr rund um die Uhr produziert, stellen Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten immer eine besondere logistische Herausforderung dar. Der Jahresetat für die Instandhaltung liegt bei mehr als 30 Mio. EURO.

Im Anschluss an den Vortrag von Gerd Niehaus berichtete Ekkehard Wiechel von der EFA über verschiedene Beratungsangebote der Agentur für Unternehmen und über entsprechende Fördermöglichkeiten. Auch für den Bereich Instandhaltung gibt es passende Förderprogramme. Wie ein solcher Beratungsprozess im Bereich Instandhaltung aussehen kann, verdeutlichten Markus Schroll vom Beratungsbüro Innowise und Steffen Basmer von der Firma Oleon, die mit den dort erzielten Beratungsergebnissen sehr zufrieden ist, anhand eines Praxisbeispiels.

Des Weiteren informierte Technologiescout Andreas Becker vom Transferverbund Südwestfalen über verschiedene Angebote zur Unterstützung von Unternehmen durch die heimischen Hochschulen bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten (Technologietransfer), aber auch über Vernetzungsmöglichkeiten von Unternehmen untereinander. Oftmals liegen zwei Unternehmen, die sich gegenseitig beliefern könnten, nur wenige Kilometer auseinander, wissen aber gar nichts über die Leistungen und Angebote des jeweils anderen Unternehmens.

Den Abschluss eines informativen Nachmittages bildeten eine sehr interessante Besichtigung der Spanplattenproduktion bei der Firma EGGER und ein anschließendes Cometogether der Veranstaltungsteilnehmer.

Quelle: Pressestelle Hochsauerlandkreis