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HSK. Die Polizei möchte die Verkehrsteilnehmer noch einmal für das Thema Wildunfälle sensibilisieren. Der Frühlingsbeginn und das wegen der warmen Witterung sprießende Grün lockt das Wild, insbesondere die Rehe, aus dem Wald auf die Wiesen und auch in die Böschungen und Gräben an den Straßen.

Die Anzahl der Wildunfälle hat im Hochsauerlandkreis im vergangenen Jahr mit 1077 einen nie da gewesenen Höchststand erreicht. Bei den Unfällen unter Beteiligung von Wild wurden sechs Menschen leicht und vier schwer verletzt. Im Vergleich zu 1995 hat sich die Zahl der Wildunfälle um das 2,3-fache erhöht. Dazu beigetragen haben vor allem der Ausbau des Straßennetzes sowie die deutliche Zunahme der Verkehrs-dichte. Problematisch bei den Wildunfällen im Hochsauerlandkreis ist, dass sich diese flächendeckend ereignen, es ist also kein Unfallschwerpunkt auszumachen.

Die Gefahr, die von einem Wildunfall ausgeht, ist keineswegs zu unterschätzen. Wenn ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit mit einem Tier zusammenstößt, wirken enorme Aufprallkräfte auf das Fahrzeug. In erster Linie ist der Autofahrer gefragt, wenn es darum geht, Unfälle mit Wildtieren zu vermeiden. Die Polizei rät, in Waldgebieten mit besonderer Aufmerksamkeit und Vorsicht unterwegs zu sein. Wer vorausschauend fährt, verringert die Gefahr in einen Wildunfall verwickelt zu werden. Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, während der Nacht und bei Nebel. Fahren Sie, wenn möglich, mit Fernlicht. Wenn ein Wildtier auftaucht, sollte der Autofahrer unverzüglich abblenden, bremsen und mit langsamer Geschwindigkeit weiterfahren. Ein Tier kommt selten allein. Sie müssen immer mit „Nachzüglern“ rechnen. Besonders gefährlich sind neue Straßen, die durch Waldgebiete führen, weil das Wild den gewohnten Wechsel beibehält.

Quelle: Kreispolizeibehörde HSK