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Hochsauerlandkreis. Der Hochsauerlandkreis und die zwölf Städte und Gemeinden arbeiten bei der Integration von Langzeitarbeitslosen sehr erfolgreich. In ganz NRW verzeichnen die HSK-Jobcenter die beste Rück- führungsrate in eine Arbeitsstelle innerhalb der 33 Arbeitsmarktregionen.

Die stabile wirtschaftliche Lage in unserer Region lässt die erwerbsfähigen Leistungs-berechtigten in der Grundsicherung vom günstigen Konjunkturverlauf profitieren. Sowohl die Entwicklung der Fallzahlen als auch die Zahl der Arbeitslosen weisen im Juli über- durchschnittliche Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat auf“, ist Landrat Dr. Karl Schneider erfreut über die positive Entwicklung bei der Umsetzung der Grund-sicherung für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II („Hartz IV“).

Im Juli 2011 wurden kreisweit 7.263 Bedarfsgemeinschaften durch die Jobcenter betreut. Die Zahl der arbeitslos registrierten Frauen und Männer lag bei 4.424 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung um 15,9 Prozent. Seit Jahresbeginn wurden 1.871 Frauen und Männer in ein sozialver-sicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis integriert. „Dies ist das bislang beste Integrationsergebnis im Jahresverlauf seit der eigenständigen Aufgabenübernahme im Jahr 2005“, so Landrat Dr. Schneider weiter. Die jungen Menschen im Alter unter 25 Jahren profitierten innerhalb des vergangenen Jahres besonders von der günstigen Arbeitsmarktentwicklung. So konnte hier die Zahl der arbeitslos geführten jungen Menschen um ein Viertel auf 269 Betroffene in der Grundsicherung reduziert werden.

Das Hoch auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region hat aber auch eine Schattenseite“, berichtet Landrat Dr. Schneider, „so wird der Ausgleichsprozess zwischen Arbeits-kräfteangebot und –nachfrage in der Grundsicherung zunehmend schwieriger“. Ursache ist das Auseinanderklaffen von den Anforderungsprofilen der Arbeitsstellen und den Potentialen der arbeitsuchenden Leistungsberechtigten. Die Jobcenter reagieren verstärkt mit dem Einsatz besonders zugeschnittener Arbeitsmarktinstrumente. Hier sind beispielsweise der sofortige Aktivierungsansatz bei Neuzugängen oder die Feststellung von sozialen Kompetenzen einer Person als Grundlage für die weitere Berufswegplanung zu nennen.

Hintergrund: Der Hochsauerlandkreis ist seit dem 1. Januar 2005 zugelassener kommunaler Träger und damit allein für die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt zuständig. Wegen der Erfolge dieses Modells wird die Zahl der soge- nannten Optionskommunen von bislang bundesweit 69 ab dem 1. Januar 2012 auf 110 erhöht.

Quelle: Pressestelle HSK