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Hochsauerlandkreis. 35,2 Prozent der Eltern haben im Bereich des Kreisjugend- amtes einen Betreuungsbedarf für ihre Kinder unter drei Jahren angegeben. Dies ist das Ergebnis einer Elternbefragung. Der Wert ist fast deckungsgleich mit den Prognosen des Jugendamtes. Im November 2012 hatte der Kreisjugendhilfe-ausschuss für das Kindergartenjahr 2013/14 eine Quote von 35 Prozent vorgeben, die schrittweise bis 2015/16 auf rund 39 Prozent erhöht werden soll.

Seit August 2013 hat jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechts-anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder bei einer Tagespflegeperson. Die Frage nach dem konkreten Betreuungsbedarf kann nur auf regionaler Ebene beantwortet werden. Deshalb hat der Hochsauerlandkreis zusammen mit 92 anderen Kommunen an dem Projekt „Kommunale Bedarfserhebungen. Der regionalspezifische Betreuungsbedarf U3 und seine Bedingungsfaktoren“ teilgenommen. 41,1 Prozent aller im Jugendamtsbezirk des HSK lebenden Eltern von Kindern im Alter von null bis drei Jahren haben die 25 Fragen rund um die U3-Betreuung beantwortet und den Fragebogen zurückgesandt.

Die Kernaussage des Forschungsberichtes ist, dass innerhalb eines Jugendamts-bezirkes stadtteil- bzw. gemeindebezogene Analysen erstellt werden müssen. So sind „Sozialraumbezogene Planungen dringend geboten“. Diese Vorgabe gilt besonders für den heterogen geprägten Jugendamtsbezirk des Hochsauerlandkreises, dessen unterschiedliche Betreuungsbedarfe vom eher ländlich strukturierten Raum bis hin zum Tourismus geprägten Sozialraum bestimmt werden. Im Hochsauerlandkreis ist eine Spannweite in den Betreuungsbedarfen von 15,3 Prozentpunkten zwischen den neun Kommunen des Jugendamtsbezirkes durch die Befragung gemessen worden.

Quelle: Pressestelle Hochsauerlandkreis